Mittwoch, 26. Januar 2011

Der Rhein im Ohr und der Main zum greifen nah.

Liebe Freundinnen und Freunde vom „Blauen Wunder“

 

Der Rhein im Ohr und der Main zum greifen nah.

 

Ich bin viel unterwegs und meine Vorträge führen mich an wunderbare Orte. Die Auftritte in Genf, Bern, Lugano und in Graubünden zwischen Chur, Lenzerheide und Pontresina sind mir in bester Erinnerung und wichtige Meilensteine auf dem Weg zum nächsten grossen Projekt. Neue Anfragen für das Jahr 2011 sind spannend und sind eine Herausforderung. Es zeigt sich immer wieder, dass das globale Thema Wasser uns alle interessiert und uns alle angeht (ob wir wollen oder nicht) – und  „Der Mut das unmögliche zu wagen“ die Menschen packt. (Foto Nadja Simmen, Vortrag „Es ist das Wasser, das uns in den Alpen leben lässt“ am Kongress „ Las Alps - infoteca“)

 

Nun führt die Reise im Januar erstmals über die Grenze – nach Deutschland, am Main. Frankfurt am Main wird eine starke Erfahrung. Vorträge auch über die Landesgrenze hinaus sind für „Das blaue Wunder“ ein Quantensprung.

 

Der Main mündet in den Rhein.

 

„Das blaue Wunder – Rhein 2012“ von der Quelle zur Mündung ist die grosse Vision, die ich nun mit aller Kraft wage zu träumen und zu realisieren. Es wird ein langer Weg werden doch ich schliesse langsam Freundschaft mit dem Europäischen Überfluss.

 

Ich möchte das Salzwasser auf der Zunge spüren.

 

Ich fühle mich nach der Kälte in Graubünden und den weiten Seen in der Schweiz bereit für die weite Reise von den Alpen bis ins Meer. So werde ich eintauchen im Spannungsfeld zwischen dem natürlichen Überfluss der Quelle am Oberalppass und dem Zivilisations-Überfluss in Rotterdam. Und dazwischen nichts als Wasser und unser  Gestalten und gemeinsamer Nutzen an der wichtigsten Wasserstrasse Europas.

 

Für all die Neujahrswünsche  und die grosse Unterstützung „ün grond grazia fich“.

 

Während der Rhein fliesst werde ich diesen Frühling u.a. an den Ufern des Rheins meine Gedanken zum „Blauen Wunder“ auf Papier bringen. Ich freue mich sehr auf das neue Buchprojekt. Diese Art von Herausforderung wird mich fordern. Sollten meine Gedanken nicht fliessen, soll mich der Rhein küssen.

 

Cordials salüds

 

Ernst Bromeis



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1230 Kilometer für "Das blaue Wunder"

Donnerstag, 13. Januar 2011

Motivation es zu tun und zu gestalten

"Es ist das Tun, das mich motiviert das Projekt "Das blaue Wunder" voranzutreiben. Ich will meine eigene Geschichte schreiben und mit anderen Menschen diesen schwierigen Weg gemeinsam gestalten für das Kostbarste auf dieser Welt - Wasser. Denn, wer das Wasser liebt, liebt das Leben."



published by Das blaue Wunder Schweiz
"Das blaue Wunder" am Alpenkongress: Las Alps - infoteca

Donnerstag, 16. September 2010

Chancen auf Milestone - Schweizer Tourismuspreis

Chancen auf Milestone - Schweizer Tourismuspreis. Ende September werden die Nominationen bekannt gegeben. Mal schauen, wie gross die Chancen sind.

Ankunft vom "Blauen Wunder" am 1. August in Luzern.

Freitag, 3. September 2010

Interview für Engadiner Woche und Samedaner Wassertage

1.      Was bedeutet Ihnen Wasser?

Wasser ist alles! Es tönt radikal, ist aber eine Tatsache. Und ohne Wasser ist alles nichts! Ohne Wasser gibt es kein Leben und somit auch keine Menschen. Es ist diese Radikalität vom „Blauen Gold“, das mich u.a. fasziniert. Wir müssen ca. 2 Liter pro Tag trinken um zu Leben. Und wenn es zu viel ist, wie z.B. die Katastrophe in Pakistan, bringt es für die Menschen Tod und Verwüstung. Im Kern ist es aber immer das gleiche Element, das alles in sich umhüllt.

 

2.       Hat Wasser für Sie auch eine düstere, gefährliche Seite?

Die Gefahr kommt für mich in meinem schwimmerischen Alltag eher da vor, wo ich Fehler machen könnte. So zum Beispiel, wenn ich unvorbereitet im 2 Grad Celsius kaltem Eiswasser   oder konditionell unvorbereitet 26km von Brunnen nach Luzern schwimmen würde. Oder im Fluss die Strömung nicht richtig einschätzen würde. Wenn etwas geschieht, trägt das Wasser nie die Schuld. Das Wasser macht das was es muss. Der Fehler kommt immer vom Mensch.

 

3.       Hat man nicht einmal genug davon, in Seen zu schwimmen?

Nein. Alle Seen haben eine eigene Seele – und somit ist jeder See, wie jeder Mensch, anders. Die grossen Süsswasserseen sind neben der physischen Belastung auch eine enorme Herausforderung für den Kopf. Die Gefahr besteht, dass man sich im vielen Wasser verliert, da man sich so klein vor kommt. Gedanklich kann man sich nirgends mehr orientieren, alles scheint bodenlos und unendlich weit. Mitten im Genfersee stand ich der Verzweiflung nahe.

 

4.       Welcher See gefällt Ihnen am besten?

Jeder See ist gleich wichtig. Ob gross oder klein. Ob der See Kilowattstunden produziert oder „nur“ für die Frösche da ist. Es gibt keinen „Schönsten See“.

 

5.       Wo würde Sie gerne noch schwimmen?

Der Rhein im 2012 ist fix auf meinem Programm. Das Verbindende zwischen der Quelle in Graubünden und den grossen Seen in der Schweiz ist der Fluss. Der Fluss verbindet aber auch ganze Kulturen. Der grösste Fluss Europas ist der Rhein. Und diesen „Überfluss“ von der Quelle bis Rotterdam im Wasser zu erleben, das ist meine nächste grosse Vision, die ich mit aller Kraft realisieren möchte.

 

6.       Was bezwecken Sie mit dem "Blauen Wunder"?

Wie eingangs erwähnt, gibt es keine Menschen ohne Wasser. Momentan haben wir in unseren Breitengraden noch genug davon. Andere Menschen sterben oder dürsten immer öfters, weil „Das blaue Wunder“ fehlt, oder falsch verteilt ist. Sauberes Trinkwasser ist seit diesem Jahr ein Menschenrecht. Wir müssen alle Massvoll mit diesem „Blauen Wunder“ umgehen, damit alle davon haben, und es uns weiterhin geben wird. Dessen sollten wir uns bewusst sein: „Das blaue Wunder“- Erde wird es auch ohne Menschen geben, der Umkehrschluss gilt aber nicht.

 

7.       Was sagen Sie zu den Samedaner Wassertagen?

Es braucht überall Wassertage. Damit aus den Tagen Wasserwochen und Wasserjahre werden. Die Samedaner Wassertage sind ein kleiner Tropfen, so wie die Bemühungen vom „Blauen Wunder“ es auch sind. Doch viele Tropfen bilden einen See oder einen Fluss, und dann werden die grossen Veränderungen war. „Wunder“ geschehen dank der Initiative aller.

Lai da Segl von Maloja aus gesehen.
Richtung Maloja unterwegs.
Isola am Lai da Segl.

Dienstag, 3. August 2010

26 Kilometer später und 48 Stunden danach

Endlich in Luzern und zu Hause angekommen. „Das blaue Wunder – Schweiz 2010“ ist Geschichte. Ich habe es geschafft, und auch der Vierwaldstättersee und sein Süsswasser ist endlich. Am Sonntag war ich ob meiner Leistung auf den 26 Kilometern zwischen Brunnen und Luzern selber überrascht. Es lief sensationell für mich und ich konnte die ganze Schwimmstrecke wie geplant bis Luzern schwimmen. Nachdem ich bereits zwischen Montreux und Lausanne 24 Kilometer geschwommen war ist nun auch die Königsetappe geglückt. Wie ich die ganze Strecke nochmals mental und körperlich auf die Reihe bekam ist mir ein Rätsel, doch die menschlichen Ressourcen und Möglichkeiten überraschen mich immer wieder. Meine Leistung erscheint mir nicht normal, doch anscheinend ist das Unmögliche möglich, auch wenn man selber kaum daran glaubt.

Eigentlich wollte ich um 5 Uhr in Brunnen starten. Doch es war noch so dunkel, so dass ich nicht den ersten Fixpunkt vor Gersau anschwimmen konnte. Erst um 5.45 Uhr bin ich ins kalte Wasser gestiegen (+/- 15 Grad Celsius) und habe versucht jeden Meter, jeden Zug als wäre es mein Letzter  Richtung Luzern zu geniessen. Die ersten 5 Stunden bin ich beinahe ohne Pause durchgeschwommen. Nach einem 20 Minuten Halt im „Seetrichter“ auf der Höhe von Weggis, bin ich die letzten 10 Kilometer bis zum Wagner Museum kurz vor Luzern geschwommen. Da meine Ankunft bei der Kapellbrücke erst auf 17 Uhr angesetzt war, durfte ich noch 90 Minuten pausieren und letztmals meine Beine und Arme hochlagern.

Die Ankunft in Luzern werde ich nie vergessen. Partner, Freunde, Bekannte, meine Familie – alle waren sie da um mich zu empfangen. Gemeinsam haben wir gelacht und die vielen Gratulationen und Geschenke haben mich berührt.

Nun 48 Stunden später schreibe ich diesen Blogeintrag aus Chur, aus meinem Büro, meiner „Blauen Wunder“-Basis an der Sennensteinstrasse 22 in Chur. Ich bin noch nicht angekommen. Auch beim Schreiben dieser Zeilen, habe ich immer noch das Gefühl, dass der Bildschirm im Rhythmus der ewigen Wellen schaukelt. In meine Familie bin ich mit Leib und Seele wieder eingetaucht. Der Alltag und die Welt der Normalität und des Durchschnitts darf noch ein wenig warten. Möchte zuerst mal durchatmen und den intensivsten Monat in meinem Leben langsam setzen lassen. Schliesse die Augen und lasse mich treiben und tragen auf der endlichen Unendlichkeit. Grazia. 

Alle Blogeinträge unter: http://dasblauewunder.blogspot.com/ 

5.15 Uhr Besprechung der Schwimmstrecke Richtung Luzern.
Richtung Gersau.
Jeder Zug könnte der letzte sein.
Die gelbe Kraft
Endlich der "Durchstich" und erstmals seit dem 1. Juli wieder Luzern in Sicht.
Danke.
310 Kilometer für diesen Augenblick.
"Das blaue Wunder" soll weiter fliessen.

Samstag, 31. Juli 2010

Das Glück kam zur rechten Zeit wieder zurück.

 

Das Glück kam zur rechten Zeit wieder zurück. Heute herrlicher Tag im Zürichsee. Von Meilen Richtung Zürich schwimmend hat mich ein persönliches Naturschauspiel begleitet. Beim Atmen auf der linken Seite begleitete mich der Mond, bei Atmen auf der rechten Seite ging gerade die Sonne auf. Ich in der Mitte zwischen Mond und Sonne, mitten im Zürichsee. Die ersten 2 ¼ Stunden verliefen wie im Fluge. Windstille, ruhiger See – der ganze See nur für mich. In Küsnacht gab’s für mich und die ganze Crew im Hotel Sonne einen Kaffee und Brötli. Die Gastwirtschaft im Hotel Sonne wird das ganze „Blaue Wunder“-Team nie vergessen. Vielen herzlichen Dank. Der Schwumm bis Zürich-City ist schnell erzählt, denn ich war heute in Form. In Zürich angekommen, haben Gunther und seine Kollegen von der SLRG mir ein Diplom überreicht für’s durchschwimmen des grössten Sees vom Kanton Zürich. Grazia fichun für die tolle Begleitung die letzten zwei Tage.

Die gestrige Etappe war bisher die Schlimmste während der ganzen Tour. Morgens bei Kälte, Regen, Nebel und aggressivem Wellengang in Rapperswil in See zu stechen hat viel Überwindung gekostet. Das ganze Schwimmen bis Meilen war ein reiner Krampf. Kein Rhythmus, keine Kraft, nur Leere. Bei grosser Müdigkeit ist schwimmen „brutal“. Die letzten 5 Kilometer kamen mir unendlich vor. Ich hatte nicht mehr die (Rumpf-)Kraft um technisch korrekt zu schwimmen. Und wenn die Technik miserabel ist, sinkt die Geschwindigkeit markant. Gestern und heute zwar gleicher See, doch die beiden Tage waren wie Tag und Nacht.

Zum Glück war das Wetter heute auf unserer Seite. Nochmals ein Tag wie gestern, und ich hätte Zürich nicht via Wasserperspektive besucht. Die Weiterfahrt mit dem Rad nach Brunnen habe ich genossen mit der Vorfreude auf morgen. Ob ich die 26 Kilometer alle schwimmend bewältigen werde, bezweifle ich momentan. Meine Ressourcen sind wie die Seen und das Süsswasser endlich. Wahrscheinlich ist jetzt genug. 

Vor dem Einstieg in die zweite Zürichsee Etappe
Beim Lesen der Morgenlektüre
Mit Frau Julen vom Hotel Sonne
Das "Ironman" Diplom, überreicht von der SLRG Schwimmbegleitung

Freitag, 30. Juli 2010

Vom Zürichsee

Als Ernst heute Morgen schwimmen ging, goss es wie aus Kübeln. Und kaum war die Aufstuhlung für die Oper aus der Vornacht aufgeräumt, tummelten sich erste Marktkunden auf dem Hauptplatz.

Der Schwimmstart war nun inmitten von Regenwetter. Ernst merke diesen Tag die Müdigkeit und auch kleinere Wellen machen nun für ihn den See unruhig und bereiten Mühe. In Meilen angekommen, war er ganz schön müde.

Wir durften dann im Hotel Sonne direkt am See in Küsnacht etwas feines Essen, damit Ernst wieder zu kräften kam. Gegen Abend fuhr er ins Unterengadin zu einer Wasserveranstaltung in Guarda. Dort berichtetete er über das Blaue Wunder und seine Erfahrungen während dieser Woche.

Nun sind es noch zwei Etappen. Immer weiter, dem Horizont nach...

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