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Donnerstag, 2. April 2015

"Carte bleue" von Urs Wohler am 27. März UNO-Weltwasserwoche in Engiadina Bassa.

3. UNO-Weltwasserwoche, Schlussbilanz «carte bleu» von Urs Wohler, Tourismusdirektor Engadin Scuol Samnaun Val Müstair, 27. März 2015

Die 3. UNO-Weltwasserwoche war der fragenden Erkenntnis gewidmet: «Nichts verbindet (und trennt?) uns mehr als das Wasser!»

Moritz Leuenberger sagte im Mediengespräch vor dem offiziellen Start in die
3. UNO-Weltwasserwoche dazu: «Auf ethische Fragen, und davon gibt es besonders viele, gibt es nie einfache Antworten. Nicht die effektiven Werte und Verhältnisse zählen, sondern die relativen Verhältnisse.» Und als Beispiel nannte er die Umsiedlung beim Marmorera-Stausee und jene beim Dreischluchten-Staudamm in China: 20 Familien hier, 5 Mio. Menschen dort.

Da wussten wir: Wir haben uns nichts Einfaches vorgenommen, mit dieser Woche. Aber es ist auch nicht der Stil von Ernst Bromeis, etwas Einfaches zu machen. Und unser Stil auch nicht. Darum nahmen wir uns für die Beleuchtung dieser Frage eine ganze Woche Zeit.

Jon Janett sagte im Gottesdienst am Sonntag, dem UNO-Weltwassertag, dass es eigentlich selbstverständlich sein sollte, dass alle Menschen genügend Trinkwasser haben. Weil aber ökonomische Interessen über den menschlichen stehen würden, brauche es die Auseinandersetzung mit dem Thema, und mit dem Wasser.

Da dachte ich an unser Verständnis von Nachhaltigkeit. Wir verstehen sie drei-dimensional: ökologisch, ökonomisch, sozial. Alle drei Achsen im Gleichgewicht. Und in unseren Darstellungen färben wir die gemeinsame Schnittfläche goldig an. Diesbezüglich nehme ich etwas mit, was Moritz Leuenberger auch noch sagte: «Nachhaltigkeit ist dann, wenn unterschiedliche Ziele vollständig erreicht werden und nicht, wenn ein Kompromiss resultiert.» Das nahm ich mit durch die Woche und das macht mir Mut für unsere weitere Arbeit: Das Resultat von dreidimensionaler Nachhaltigkeit ist gleichberechtigt stark und nicht durchschnittlich schwach. Die Farbe des dreidimensionalen Dreiecks ist goldig und nicht grau wie ein fauler Kompromiss.

Am Sonntag haben wir noch das Band durchschnitten, still und leise, trotz vielen Gästen auf «Plaz». Nächstes Jahr werden diesen Akt Trompetenklänge begleiten der Musikschüler, die den Gottesdienst umrahmt haben.

Am Montag war die UNO-Weltwasserwoche in der Bibliothek zu Gast. Aus «Blaues Gold» las Annetta Baumann vor.  Blaues Gold ist ein Märchen aus den Bündner Bergen und erzählt von der Bedeutung und dem Umgang mit den Naturressourcen als unsere wichtigste Lebensgrundlage und grössten Reichtum. Danke an Uorschla Rauch, welche die Verbindung zu den Kindern herstellte, die zahlreich erschienen.

Von der Bibliothek ging es dann direkt ins Bogn Engiadina, wo Thor Heyerdahl einmal mehr mit seinen Freunden vom heutigen Peru nach Polynesien flösste, wozu auch Hawaii und – passend zur nächsten Woche – die Osterinseln gehören. Den Hai und den kleinen Krebs auf dem Balsaholz behalten wir in Erinnerung, aber auch die Verbindung der Männer auf dem Floss unter sich, die durch den Wind und die Strömung geknüpfte Verbindung über’s Meer und die gerissene Verbindung zwischen Thor und seiner Frau.

Dienstag. GV Pro Büvetta. Der Fels drückt. Aber es gibt Hoffnung. Immer mehr Mitglieder, immer mehr Bewegung, auch den einen oder anderen Franken mehr. Werner Reichle hat beste Werbung gemacht für die Vereinigung, trotz grossen Herausforderungen. Und Köbi Gantenbein unterhielt uns gekonnt, witzig, dicht, mit direkter Verbindung zum Wasser – hinter den Staumauern; und dem Nichts vor den Staumauern.

«Was wäre, wenn? » So stieg Ernst Bromeis am Mittwoch Abend ein in das Blaue Wunder, vor 7, 8 Jahren und letztes Jahr in den Rhein. «Was wäre, wenn ich meinen Traum verwirklichen würde? Vom normalen Arbeiten, vom Seriösen zum blauen Wunder». Und damit kehrte er an seinen Ort der Kindheit und Jugend zurück. Er erzählte vom «Scheitern“ und gleich auch vom «gescheiter» werden, was doch so stark zusammen gehört.

 

Im blauen Schloss griff gestern Jörg Perron in die kalten Tasten und spielte Georg Friedrich Händels Wassermusik. Zuerst war es warm wie damals auf der Themse am 17. Juli 1717, es kühlte dann rasch ab auf Temperaturen wie am
7. Juli 2014 am Lago di dentro, wo Ernst in den Rhein stieg. Die überschäu­mende Prosa aus dem Buch «Von Zeit und Fluss» mit der Vorleserin und Übersetzerin Irma Wehrli machte nicht warm. Aber aufmerksam. So viele Bilder habe ich in Worten noch selten gehört. - Wenn ich Zeit habe, werde ich in die üppige und überschäumende Flut der 1‘200 Seiten einsteigen und mich – im goldbraunen, warmen und lieblichen Licht der Musse – davon tragen lassen!

«Watermark» der Kontrast. Schöne und beeindruckende Bilder. Aber harte Realität. Vor einem Jahr Kinostart in den deutschen Kinos, diese Woche bereits zu Gast an den UNO-Weltwasserwochen. Der preisgekrönte Dokumentarfilm, der 20 Wasser-Geschichten rund um die Welt verbindet.

Anja Klug haben Sie selber erlebt. Was vor über hundert Jahren unsere Auswanderergeschichte war, ist heute die Tragödie anderer. Sie geht weiter. Menschen, unterwegs über das Wasser, auch auf dem Wasser der UNO-Weltwasserwochen: «Wir wollen sie nicht! ». ‚Statistiken und Ankünfte pro Monat‘ haben seit heute Abend eine definitiv andere Bedeutung für mich als bisher. Migration wird zu Flucht. Warum macht man das? Bildung, Geld verdienen, Krieg, Verfolgung, Hoffnung.

«Es ist gut, wenn man sich für etwas einsetzt, das einem nicht direkt betrifft. » sagte Moritz Leuenberger. Das haben wir heute getan und jetzt betrifft es uns auch. Das ist unser Vorsprung gegenüber denen, die nicht dabei waren. Und Verpflichtung. -

Ich ziehe eine sehr positive Bilanz. Wir haben diese Woche investiert in die mittel- bis langfristigen Mehrwerte unserer Region und Destination. Wir sind eine Destination, die weiterhin und konsequent den Fokus setzt auf unsere unaustauschbaren Werte, um im Wettbewerb mit nationalen und auch internationalen Mit­be­werbern zu noch mehr Profil zu kommen und dadurch noch interessanter und noch begehrlicher zu werden. Die UNO-Weltwasser­wochen von und mit Ernst Bromeis gehören dazu.

Wie sagte ich schon letztes Jahr: Es braucht Mut, Pioniergeist, langfristige Ziele und Mittel, um eine Positionierung zu verankern und weiter zu entwickeln! Und mit der 3. UNO-Weltwasserwoche und dem Wasser sind wir damit auf dem richtigen Weg.

Herzlichen Dank, Frau Anja Klug, für diesen aufrüttelnden Schlusspunkt!

Und an Dich Ernst, sage ich mit den Worten von Moritz Leuenberger (Zitat): "Sie tun dies seit einigen Jahren mit einem Einsatz, den ich bewundere und für den ich Ihnen danke."

Grazia fich, Ernst, per tuot Tia lavur, l'organisaziun e per teis fich grond ingaschamaint, für's "dranne Blibe".

La terza eivna da l'aua es a fin, viva l'aua!

 

4. UNO-Weltwasserwoche : Rund um den UNO-Weltwassertag am 22. März 2016. Datum und Programm zu gegebener Zeit auf:

www.uno-weltwasserwoche.ch

Foto: Urs Wohler ©Dominik Täuber

Foto: Anja Klug UNHCR und Ernst Bromeis ©Jon Duschletta

 

 

 

 Foto: Urs Wohler ©Dominik Täuber
Foto: Urs Wohler ©Dominik Täuber
Foto: Anja Klug UNHCR und Ernst Bromeis ©Jon Duschletta
Foto: Anja Klug UNHCR und Ernst Bromeis ©Jon Duschletta

Freitag, 27. März 2015

"Lampedusa - eine zivilisatorische Odyssee" mit Anja Klug UNHCR am 27. März UNO-Weltwasserwoche in Scuol.

„Lampedusa – eine zivilisatorische Odysee“ mit Anja Klug UNHCR
Die Geschichte des Unterengadins mit seinen Menschen ist eine Migrations-Geschichte. Engadinerinnen und Engadiner wanderten aus, suchten Ihr Glück im Süden bis Sizilien oder gingen in den Osten bis nach Moskau. Menschen kamen aus allen Europäischen Himmelsrichtungen um im Engadin ihre Existenz aufzubauen. Sie alle waren Wirtschaftsflüchtlinge.
Was die Menschen damals mit den heutigen Flüchtlingen verbindet, ist die Not wegziehen zu müssen, obwohl die Angst vor dem Unbekannten und die Trauer vor dem Verlust, auch der eigenen Identität, für uns wohl unvorstellbar ist.
Im Süden Europas nutzen tausende von Flüchtlingen in ihrer Verzweiflung die Wasserverbindungen im Mittelmeer um ihr Glück auf dem Europäischen Festland zu finden.
Die UNO-Weltwasserwochen haben die Ambition auch aktuelles Welt-Geschehen aufzugreifen und in einem lokalen Kontext zu stellen. Die Veranstaltung „Lampedusa – eine zivilisatorische Odysee“ soll diesem Anspruch gerecht werden.
Im Anschluss wird traditionellerweise Tourismusdirektor Urs Wohler die 3. UNO-Weltwasserwoche 2015 mit einigen persönlichen Gedanken abschliessen.

Bogn Engiadina
Scuol
Sala culturala
20.00 Uhr

 

„Flüchtlingsproblematik Wasserwege“ mit Christian Rathgeb u. Anja Klug
Vor der Abend-Veranstaltung in Scuol kommt es in Chur zu einem Treffen zwischen Bündner Regierungsrat Christian Rathgeb und Anja Klug vom UNHCR. Christian Rathgeb ist Vorsteher des Departements fürs Justiz, Sicherheit und Gesundheit und Verantwortlich für das Amt für Migration. Am Erfahrungs-Austausch zwischen der „Basis“ und dem UNHCR (Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen) werden auch Marcel Suter (Amtsleiter Amt für Migration und Zivilrecht) und Georg Carl (Abteilungsleiter Asyl und Vollzug, Amt für Migration und Zivilrecht) teilnehmen.
Das Gespräch ist nicht öffentlich.

Amt für Migration
Graubünden

www.uno-weltwasserwoche.ch

Anja Klug UNHCR Schweiz/Liechtenstein
Anja Klug UNHCR Schweiz/Liechtenstein
Lampedusa
Lampedusa

Donnerstag, 26. März 2015

"Alles im Fluss" und "Watermark, ein Film von schrecklicher Schönheit" am 26. März UNO-Weltwasserwoche in Engiadina Bassa.

„Alles im Fluss“ mit Irma Wehrli und Jörg Perron
Es wird eine Premiere anlässlich der UNO-Weltwasserwochen in Engiadina Bassa. Ein kulturelles Eintauchen und ein „pas de deux“ hoch oben im Chastè da Tarasp. Der einheimische Konzert-Organist Jörg Perron wagt es, die historische Orgel im Schloss aus dem Winterschlaf zu wecken. 
Die Wassermusik von Georg Friedrich Händel auf dem wilden Inn, das wäre wohl etwas schwierig: die Musiker würden wohl oft aus dem Takt geschüttelt. Aber über dem Inn, im Schloss Tarasp, auf der grossen romantischen Orgel mit ihren vielfältigen klanglichen Möglichkeiten im fürstlichen Saal,  da kommt die festliche Musik „königlich“ zur Geltung.
Die Musik von Händel wiegt sich im Zwischenspiel mit den Worten von Thomas Wolfe im „pas de deux“. Der Schriftsteller Thomas Wolfe (1900-1938), ein Kultautor für Generationen junger Amerikaner, ist tief eingetaucht in den Fluss der Zeit und hat dabei sein blaues Wunder erlebt. Die hochgelobte und mit Preisen ausgezeichnete Übersetzerin Irma Wehrli liest aus dem Roman „Von Zeit und Fluss“ und nimmt Sie mit in den Sog einer überschäumenden Prosa. Der Schnee schmilzt, das Wasser fliesst. Prümavaira es qua.

Chastè da Tarasp
Festsaal
17.00 Uhr
Kollekte

 

„Watermark – Ein Film von schrecklicher Schönheit“
Der zweite Filmabend ist nach dem Abenteuer- und Historienfilm Kon-Tiki einem anderen Genre gewidmet.
Ohne Wasser gibt es kein Leben, keine Zivilisation, keine wirtschaftliche Entwicklung. Wasser wird gestaut, um Energie zu gewinnen, es wird umgeleitet, um Wüste in Farmland zu verwandeln und Städte bewohnbar zu machen – meist mit verheerenden Konsequenzen. Der Dokumentarfilm EDWARD BURTYNSKY WATERMARK der mehrfach ausgezeichneten Regisseurin Jennifer Baichwal und dem international bekannten Fotografen Edward Burtynsky lädt auf eine beeindruckende Reise zu verschiedenen Orten auf der Welt ein, die der menschliche Eingriff in den Wasserkreislauf tiefgreifend verändert hat.
EDWARD BURTYNSKY WATERMARK erzählt in 20 Geschichten, gefilmt in 10 Ländern rund um den Globus, von der Lebensnotwendigkeit und der Schönheit des Elements Wasser. In teils aus der Luft aufgenommenen Bildern schlägt EDWARD BURTYNSKY WATERMARK einen eindrucksvollen Bogen vom grössten Staudamm der Welt im chinesischen Xiluodu über das ausgetrocknete Flussdelta des einst mächtigen Colorado und den U. S. Open of Surfing in Huntington Beach bis hin zum bewegenden Kumbh Mela Fest in Allahabad (Indien), wo sich 30 Millionen gläubige Hindus bei einem gleichzeitigen rituellen Bad im Ganges reinwaschen.
«Ein Film von schrecklicher Schönheit.»
3sat Kulturzeit
«Hinreissend schöner Film mit Bildern, die man so noch niemals gesehen hat.» Radio1

Bogn Engiadina Scuol
Grosses Wasserbecken
20.00 Uhr
Eintritt CHF 10,-

www.uno-weltwasserwoche.ch

Foto Schloss Tarasp erstrahlt während der 3. UNO-Weltwasserwoche 2015 in blau.

©Dominik Täuber

www.dt-fotos.com

Watermark
Watermark
Schloss Tarasp Orgel
Schloss Tarasp Orgel
Foto Schloss Tarasp Dominik Täuber Blau
Foto Schloss Tarasp Dominik Täuber Blau

Mittwoch, 25. März 2015

"Ardez liegt am Rhein" am 25. März UNO-Weltwasserwoche in Engiadina Bassa.

„Ardez liegt am Rhein“ mit Ernst Bromeis
Der Grenzschwimmer ist in Ardez aufgewachsen. Am bügl in Tuor hat er sein Velo gewaschen und die selbstgemachten Wasser-Spritzen für den heidnischen Wasserbrauch „San Jon“ mit Brunnenwasser gefüllt. Um schwimmend die Welt zu erkunden musste er den bügl in Ardez verlassen. Mit seinen Schwimm-Projekten unter dem Titel „Das blaue Wunder“ hat Bromeis eine einmalige und unnachahmliche Geschichte geschrieben. Was in den unzähligen Seen Graubündens 2008 begann endete 2014 nach 1200 Rheinkilometern in der Nordsee, im Meer. In seinem Vortrag erzählt er offen von seinen Expeditionen, sinniert über Training, Exposition, Scheitern sowie Glück und spricht über die Vision, als Wasserbotschafter seinen eigenen Weg zu gehen. Bromeis’ Fazit: „Auch der bügl in Tuor ist mit dem Rhein verbunden.“

Im Anschluss wird Medienfachmann Christian Gartmann mit Ernst Bromeis das Gespräch suchen und letzte Details zur Expedition Rhein 2014 zu ergründen versuchen.


Hotel Aurora
Ardez
20.00 Uhr

www.uno-weltwasserwoche.ch

Val Cadlimo
Val Cadlimo
Stausee Sontga Maria Lukmanierpass
Stausee Sontga Maria Lukmanierpass
"Überfahrt" D/NL
Rheinmündung
Rheinmündung
Team Expedition Rhein 2014
Team Expedition Rhein 2014

Dienstag, 24. März 2015

"Tropfen bilden einen Bach..." und "Trennen Mauern was ursprünglich verbunden war?" am 24. März UNO-Weltwasserwoche in Scuol.

„Tropfen bilden einen Bach. Bäche bilden einen Fluss. Flüsse bilden einen Strom“ mit Werner Reichle
Vor dem Anlass mit Köbi Gantenbein findet die ordentliche Generalversammlung der Pro Büvetta Tarasp statt. Der Verein für die Rettung der Trinkhalle wurde vor drei Jahren gegründet. Dazu der Präsident Werner Reichle: „Pro Büvetta Tarasp“ hat mit meiner Begeisterung für das Baujuwel, der Büvetta, begonnen. Allmählich hat sie sich verbunden mit dem Element Wasser und mit der Idee der neuen Nutzung als Weltwasserzentrum „Pol des Wassers“. Eine Generalversammlung kann zwar trocken sein, doch steter Tropfen höhlt den Stein und gibt die Hoffnung, dass bald die Geldströme fliessen!
Ich freue mich auf Ihren Besuch.“ Die Versammlung ist öffentlich.

Café Benderer
20.00 Uhr

 

„Trennen Mauern was ursprünglich verbunden war?“ mit Köbi Gantenbein
Nachdem 2014 Gion A. Caminada uns beehrt hat, freuen wir uns auf eine weitere prägende Persönlichkeit im Bereich der Architektur: Köbi Gantenbein. Der Herausgeber der Architektur- und Designzeitschrift Hochparterre beschreibt sich folgendermassen: „Die Wasserbiografie. Jahrelang war mir das Buch «Wilde Wasser - starke Mauern» das liebste; bald begeisterte mich das Können der Ingenieure und Baumeister, doch ich studierte auch den Zusammenhang zwischen Wasser, Brücken und Umweltzerstörung. Und schliesslich lief ich allen grossen Flüssen Graubündens von der Quelle bis zur Kantonsgrenze nach.“Seit 1988 „baut“ er heute mit 14 Kolleginnen, fünf Kollegen und einer Lehrtochter an Hochparterre. 2013 erhielt er den Zürcher Journalistenpreis. Seit 2014 ist Köbi Gantenbein Präsident der Bündner Kulturförderungskommission. Und - er war mal Bademeister...

Café Benderer
20.45 Uhr

www.uno-weltwasserwoche.ch

Köbi Gantenbein
Köbi Gantenbein
Büvetta/Trinkhalle
Büvetta/Trinkhalle

Montag, 23. März 2015

"Blaues Gold" und "Kon-Tiki" am 23. März UNO-Weltwasserwoche in Scuol.

„BLAUES GOLD“ – Ein Märchen aus den Bündner Bergen mit Annetta Baumann und Uorschla Rauch

Annetta Baumann erzählt in „BLAUES GOLD“ von der Bedeutung des Wassers als essentielle Lebensgrundlage. Ein Herrscher beschliesst: „Nun soll einer meiner Söhne König werden!“ Jeder der drei möchte auf dem Thron sitzen! Der Vater verspricht: „Wer den grössten Schatz des Reiches findet, der darf die Krone tragen.“ Zwei Prinzen sammeln auf ihrer Reise unermessliche Schätze. Der Jüngste begegnet erst einer arglistigen Hexe und erfährt später das Geheimnis der Quellnymphe. Für welchen der Prinzen entscheidet sich der König? Die Märchenstunde richtet sich an Kinder im Alter zwischen 5 und 10 Jahren. Die Eltern- und Grosseltern sind herzlich willkommen. 

 

Biblioteca populara
Scuol
Chasa du Parc
17.00 Uhr


„ Kon-Tiki – mit dem Floss Kulturen verbinden“ 

Letztes Jahr war es noch ein visuelles Experiment im und am Wasser. Jetzt schon nicht mehr wegzudenken. Auch die 3. UNO-Weltwasserwoche wird mit zwei Filmabenden bereichert. Die Filmvorführungen finden im speziellen Ambiente statt, nämlich im grossen Becken des Bogn Engiadina Scuol. 

Die Reise der Kon-Tiki wurde zur Legende: Der junge norvegische Forscher Thor Heyerdahl überquert 1947 auf einem selbst gebauten Floß aus Balsa-Hölzern, genannt Kon-Tiki, die Weiten des pazifischen Ozeans – mit ungewissem Ausgang. Die riskante Forschungsreise ist für den Norweger die einzig reale Chance, seine revolutionäre Theorie zu beweisen: Polynesien wurde vor 1500 Jahren zuerst – und zwar genau mit einem solchen Floß - von Südamerika aus besiedelt.

Fast 8000 Kilometer lang segelt der Nichtschwimmer auf dem primitiven Floß zusammen mit einer fünfköpfigen Crew über das offene Meer. Ohne jegliche moderne Ausrüstung ist die Kon-Tiki den Naturgewalten tagtäglich ausgesetzt. Die Geheimnisse der Tiefsee, gewaltige Orkane und brutale Haiangriffe in Kombination mit großen Emotionen und Konflikten innerhalb des kleinen Teams lassen die Tour zu einem der spektakulärsten Abenteuer des 20. Jahrhunderts werden.

 

Die Filmbesucherinnen und Filmbesucher dürfen die Vorführung in Badehose und Badekleid aus dem Wasser oder Barfuss und in legerer Bekleidung am Beckenrand im Kinostuhl geniessen.

 

Bogn Engiadina
Scuol
20.00 Uhr
Eintritt CHF 10,-

 

www.uno-weltwasserwoche.ch

 

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/var/www/web161Foto Kontiki
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Samstag, 21. März 2015

"Und wo bleibt das Wasser?" mit Moritz Leuenberger und Risch Biert.

Was bedeutet Wasser für den ehemaligen Umwelt-, Verkehrs-, Energie- und Kommunikationsminister? Ein Transportweg? Ein Energiespender? Ein Umweltelement, das geschützt werden muss?

 

Oder bedeutet es sogar viel mehr? Ist Wasser Ursprung unseres Leben, unserer Sprache Kultur und Religion? Zu diesen und anderen Fragen versucht Moritz Leuenberger am Samstag, 21. März, Antworten zu finden.

 

Die Rede von Moritz Leuenberger wird eingerahmt mit Musik. Der Pianist Risch Biert (sein Vater stammte aus Scuol) wird Ausschnitte aus der Suite "A la riva da l'En" vom Bündner Komponisten Armon Cantieni interpretieren sowie das Prélude von Claude Debussy "Des pas sur la nège" vortragen. Im Weiteren erklingt eine eigene Improvisation über ein Gedicht des Engadiner Lyrikers Andri Peer.

Nach der Rede von Moritz Leuenberger wird der ehemalige Spitzenpolitiker mit Wasserbotschafter Ernst Bromeis ins Gespräch kommen. Noch offene Fragen können auch vom Publikum gestellt werden.

 

Moritz Leuenberger: 

Moritz Leuenberger ist einer der bekanntesten Politiker der Schweiz. Von 1995-2010 gehörte er dem Bundesrat an und war zweimal Bundespräsident. Als Vorsteher des Eidg. Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK begegnete er dem Wachstum der Mobilität mit einer nachhaltigen Verkehrspolitik und dem zunehmenden Energieverbrauch mit dem Energiegesetz und einer CO2 Abgabe.   

Während seiner Zeit als Nationalrat war er u.a. Präsident der PUK, welche zur Aufdeckung des Fichenskandals führte. In dieser Zeit gehörte er auch als Justizdirektor der Zürcher Regierung an. Er war der erste Schweizer Cicero-Preisträger für die beste politische Rede im deutschsprachigen Raum.

Moritz Leuenbergert
Moritz Leuenbergert
Risch Biert
Risch Biert

Freitag, 20. März 2015

Nichts verbindet (und trennt?) uns mehr als das Wasser

In einer Zeit wo vieles unterzugehen scheint ist es gut, wenn man schwimmen kann.

In diesem Winter 2015 sind uns die Krisen auf der Welt sehr nahe gekommen. Der Schweizer Tourismus und die Exportwirtschaft stehen inmitten grosser Herausforderungen. Die Flüchtlingsströme aus dem Süden gelangen auch zu uns in die Schweiz.

Wir verhandeln mit der EU über eine Zuwanderung nach unseren Vorstellungen, ohne die gewinnbringenden Bilateralen-Abkommen gefährden zu wollen. Die Krise in der Ukraine beschäftigt uns in Westeuropa mehr als uns lieb ist.

In diesem Umfeld gestalten wir die 3. UNO-Weltwasserwoche im Unterengadin. Es ist kein Ort für Auserwählte, an denen die oben beschriebenen Krisen wie ein Stück Holz im Inn vorbeiziehen würden. Nein, das Stück Holz ist gross und sperrig – und klemmt. Es braucht die ganze Kraft einer Gemeinschaft um das gestaute Wasser wieder ins Fliessen zu bringen.

Zeiten, in denen das Wasser bis zum Hals steht, fordern uns heraus gemeinsam zu schwimmen und zu kooperieren. Ein Weg ist es, nach dem suchen, was uns verbindet, und nicht nach dem zu streben, was uns trennt. Die UNO-Weltwasserwochen bieten einer ganzen Region die Chance auf dieser „verbindenden Welle“ zu reiten und mitzugestalten.

Die UNO-Weltwasserwochen sind innovativ. Aus der Unterengadiner Geschichte und Tradition heraus das Verbindende suchen um mit neuen Ideen weiter zu gestalten, ist der Antrieb. Innovation heisst nicht primär Millionenprojekte aus dem Boden zu stampfen, sondern mit Selbstbewusstsein organisch zu wachsen.

Ich freue mich auf gemeinsame, verbindende Tage. Bainvgnüts a l’aua.

Ernst Bromeis-Camichel, Grenzschwimmer und Wasserbotschafter,
Organisator UNO-Weltwasserwoche

www.uno-weltwasserwoche.ch 

Mittwoch, 20. August 2014

Hinaus auf das offene Meer (20.08.2014)

Schon eine Stunde vor dem geplanten Startzeitpunkt im Berghaven von Hoek van Holland belagern die Medien Ernst. Die Holländer sind «wasserverrückt» die Radios, Zeitungen und Fernsehsendungen haben Ernst und seine erfolgreiche Expedition in Rekordzeit aufgenommen und zu einem grossen Thema gemacht.

Nach einem Sicherheitsbriefing mit der Crew des Begleitbootes der Hafenmeisterei von Rotterdam läuft das hochseetaugliche Patrouillenboot aus dem kleinen Hafenbecken in den Kanal aus. Im Top des Masts weht die Bündner Flagge.

Vor den Linsen der Fernsehteams und Fotografen springt Ernst ein letztes mal in den Rhein. Anfangs ist Ernst im fast flachen Wasser unterwegs, aber je näher er dem offenen Meer kommt, desto höher werden die Wellen. Bald schwimmt er in 60 bis 150 cm hoher Dünung hinaus aufs offene Meer. 

An Bord des Patroiullenbootes verfolgen Kapitän Pablo, Lotse Han und Dokumentarfilmerin Dorothée die letzten Kilometer von Ernst auf seiner Expedition. Mit dabei ist auch Ernst Denoth, der extra aus der Schweiz angereist ist. An Land ist Ernsts Familie mit Martin unterwegs und am Strand von Hoek van Holland bereitet Christian zusammen mit Isabel die letze Medienkonferenz vor.

Kurz vor 11 Uhr geht Ernst an der Position 51° 59,743' N / 4° 2.472' E in der Nordsee vor Hoek van Holland wieder an Bord des Patrouillenbootes. Emotional aufgewühlt fährt er im Kreis seiner Mannschaft zurück in den Berghaven. 

Die Medienkonferenz am Strand wird zu einem kleinen, familiären Happening. Das ganze Team ist anwesend und lässt das Erlebte noch einmal Revue passieren. Ein emotionaler Moment für alle: Die letzten sieben Wochen haben diese heterogene Gruppe zusammengeschweisst. Zusammen mit Ernst hat sie viel erlebt.

Der abschliessende Fototermin findet am Strand statt. Ernst geniesst es, im Sand zu laufen zu können: Am 7. Juli hatte er am Lago di Dentro Eis unter den Füssen...

Nach einer letzten Teamsitzung trennen sich die Wege von Ernsts Begleitern. Die Expedition 2014 ist erfolgreich beendet.

140820_Team Expedition 2014 © Das blaue Wunder - Cornelia Camichel  small
140820_Team Expedition 2014 © Das blaue Wunder - Cornelia Camichel small
140820_Ernst Bromeis_Hoek van Holland 3 © Das blaue Wunder - Belli Wenger small
140820_Ernst Bromeis_Hoek van Holland 3 © Das blaue Wunder - Belli Wenger small
140820_Ernst Bromeis_Hoek van Holland 4 © Das blaue Wunder - Christian Gartmann small
140820_Ernst Bromeis_Hoek van Holland 4 © Das blaue Wunder - Christian Gartmann small
140820_Ernst Bromeis_Hoek van Holland 2 © Das blaue Wunder - Belli Wenger small
140820_Ernst Bromeis_Hoek van Holland 2 © Das blaue Wunder - Belli Wenger small
140820_Ernst Bromeis_Hoek van Holland © Das blaue Wunder - Belli Wenger small
140820_Ernst Bromeis_Hoek van Holland © Das blaue Wunder - Belli Wenger small
140820_Ernst Bromeis_Hoek van Holland_NOS TV © Das blaue Wunder - Belli Wenger small
140820_Ernst Bromeis_Hoek van Holland_NOS TV © Das blaue Wunder - Belli Wenger small

Dienstag, 19. August 2014

Die grosse Passage (19.08.2014)

Bei der Ersamusbrücke in Rotterdam liegt der Rhein-Kilometer 1001 – gemessen ab Konstanz. Sie ist für Ernst ein weiterer «magischer Ort» auf seiner Expedition. Schon um halb sieben bricht er mit der besten Gezeitenströmung auf, um die Stadt vor 9 Uhr zu erreichen. Das Vorhaben gelingt: Just zum Einsetzen der Flut vollendet er den Kilometer 1001 unter der Erasmusbrücke. «Wir hätten keine 10 Minuten länger schwimmen können», lacht er bei der Pause beim Rotterdamer «Hotel New York».

Die Bevölkerung von Rotterdam macht die Passage zu einem besonderen Erlebnis: Radiostationen in der Stadt hatten am frühen Morgen ausführlich über den Schweizer Schwimmer berichtet, über dessen «kleine, leise» Expedition bisher kaum jemand etwas gewusst hatte. In Rotterdam stehen nun hunderte von Schaulustigen an den Ufern des Rheins und winken Ernst und seinen Begleitern zu. «Das war richtig inspirierend.»

Beim Kilometer 1001 ist aber vorerst auch wieder Schluss mit Schwimmen: Die Hafenmeisterei erlaubt weder das Durchschwimmen der Einfahrten zu den zahlreichen Hafenbecken, noch des 20 Kilometer langen Kanals für Hochseeschiffe zwischen Rotterdam und Hoek van Holland.

Ernst nimmt’s sportlich und geht die anstehenden gut 30 Kilometer noch einmal zu Fuss: «Natürlich ist es ärgerlich, dass ich diese Strecke trotz meiner erfahrenen Begleiter nicht schwimmen darf. Aber die Weisung dient objektiv betrachtet meiner Sicherheit und sie ist auch zu respektieren.»

Allein zu Fuss unterwegs nimmt er gedanklich Abschied vom Rhein und seiner Expedition 2014. Er ist froh, wieder nach Hause zu kommen und gleichzeitig sehr traurig, dass sein grosses Projekt nun morgen zu Ende geht.

140819_Kilometer 1001 © Das blaue Wunder - Pablo Pinkus
140819_Kilometer 1001 © Das blaue Wunder - Pablo Pinkus

Dienstag, 12. August 2014

Im Herz des Ruhrgebiets (12.08.2014)

Mit Düsseldorf und Duisburg durchschwimmt Ernst heute gleich zwei deutsche Industriemetropolen ersten Ranges: Hier schlug und schlägt das Herz vieler deutscher Grosskonzerne.

Wo einst Bergbau und Stahlwerke dominierten, säumen heute Unternehmen aller Branchen die Rheinufer. Ernst und seinen Begleitern fallen neben den teils riesigen Bauten und Anlagen vor allem die nicht immer sehr angenehmen Gerüche auf.

Die Passage durch Düsseldorf ist mit mehreren engen Kurven eine sportliche Herausforderung: Ernst muss hart arbeiten, damit er nicht in die Mitte Fahrtrinne treibt. Hier ist der Rhein am tiefsten und die Strömung am stärksten. Aber hier fahren auch die Schiffe – für einen Schwimmer und seine Begleiter ein genau so lebensgefährliches wie verbotenes Gebiet.

Sonne und Wolken wechseln sich im Minutentakt ab - der Rhein vor der Altstadt von Düsseldorf zeigt sich in gleissendem Licht. Schon wenige Kilometer danach folgt Duisburg. Hier fliesst die Ruhr in den Rhein – sie gibt dem Rohrgebiet seinen Namen.

Für zwei Begleiter am Ufer sind die hoch industrialisierten Gebiete eine Herausforderung: Das Rheinufer ist gesäumt von abgeschlossenen Industrieanlagen und Hafenbecken für grosse Schiffe – für die Pausen und die Übernachtungen sind gute Plätze rar.

Abends erhält das Team Gastrecht im Restaurant «Haus Rheinblick» in Duisburg-Baerl. Der Rheinkilometer 786 ist erreicht. Morgen steht eine runde Zahl an...

140812_Düsseldorf © Das blaue Wunder - Christian Gartmann
140812_Düsseldorf © Das blaue Wunder - Christian Gartmann
140812_Ernt Bromeis_Fähre Meerbusch-Kaiserswerth © Das blaue Wunder - Christian Gartmann.JPG
140812_Ernt Bromeis_Fähre Meerbusch-Kaiserswerth © Das blaue Wunder - Christian Gartmann.JPG

Sonntag, 10. August 2014

Eine Etappe für Klaus Pechstein (1941–2013) (10.08.2014)

Der Höhepunkt der Sonntagsetappe kommt gleich zu Beginn: Schon nach 12 Kilometern erreicht Ernst das Städtchen Linz am Rhein. Hier wohnte zeitlebens Klaus Pechstein, der bisher einzige Mann, der den Rhein von Ilanz bis Hoek van Holland geschwommen ist.

Am Bootssteg wartet Pechsteins Tochter Christiane. Sie war gerade drei Monate alt, als Klaus Pechstein sich daran machte, seinen Traum zu verwirklichen. «Jetzt oder nie» hatte sich der junge Vater wohl gesagt, als er im September 1969 in der Surselva startete.

«Die Geschichte Ihres Vaters hat mich inspiriert, es nach dem Abbruch 2012 noch einmal zu versuchen», erzählt Ernst einer sichtlich gerührten Christiane Pechstein. «Er war aus dem Holz geschnitzt, aus dem Pioniere sind.» 2012 hatte er – noch bei guter Gesundheit – die Expedition von Ernst genau mitverfolgt. Dann, vor einem Jahr, verstarb Klaus Pechstein.

Seine Expedition 1969 erregte grosses Aufsehen: Zeitungen entlang der gesamten Strecke berichteten in Text und Bildern, Raduoreportagen und Fernsehbeiträge machten ihn für kurze Zeit zum Idol. Selbst im damaligen Flaggschiff aller Sportsendungen, dem ZDF Sportstudio, war er zu Gast. Pechstein spielte Spiel mit den Medien gekonnt. Für die Fotografen liess er sich im Wasser auch einmal mit einem Glas Bier oder eine Zigarette rauchend abbilden.

Pechstein hatte immer am Rhein gelebt. Schon als kleiner Junge schwamm er im Fluss, später liess er sich von Lastkähnen im Gummiboot einige Kilometer Richtung Koblenz schleppen und paddelte wieder hinunter nach Linz. Der gelernte Silberschmied hatte eine ausgeprägte, künstlerische Ader. In Schwäbisch Gmünd besuchte er die Kunstschule und lerne dort auch seine Frau Hildegard kennen. 1969 kam dann Tochter Christiane zur Welt.

«Mein Vater war immer voller Träume und Pläne» erzählt Christiane Pechstein. «Er wollte in einem Boot Norwegen umrunden, leider wurde daraus nichts.» Ein Zeitungsbericht, wonach er den Mississippi schwimmen wollte, bezeichnet sie allerdings als «Ente».

Was aber kaum jemand weiss: 1983, 14 Jahre nach seiner Pionierleistung, startete Klaus Pechstein ein zweites Mal, um den Rhein zu bezwingen. Er schaffte es bis zum Bingener Loch, vor der Bergstrecke zur Loreley. Wo er 1969 noch mit einem Schlauchboot als Begleitung schwimmen durfte, verlangten die Behörden nun eine zweite Begleitung. Die Kosten dafür konnte Pechstein sich nicht leisten. Enttäuscht musste er seinen zweiten Versuch abbrechen.

Als Andenken erhält Ernst von Christiane Pechstein ein Original-Aquarell von Klaus Pechstein. Das Treffen in Linz berührt nicht nur die Tochter Klaus Pechsteins: Auch Ernst verlässt den Ort nur ungern. «Wir sehen uns wieder», verspricht er beim Abschied. «Dann möchte ich mir in Ruhe alle Dokumente von 1969 anschauen.»

140810_Pechstein lachend © Christiane Pechstein klein
140810_Pechstein lachend © Christiane Pechstein klein
140810_Pechstein Hafen Rotterdam © Christiane Pechstein klein
140810_Pechstein Hafen Rotterdam © Christiane Pechstein klein
140810_Pechstein Alpenrhein © Christiane Pechstein klein
140810_Pechstein Alpenrhein © Christiane Pechstein klein
140810_Pechstein rauchend © Christiane Pechstein klein
140810_Pechstein rauchend © Christiane Pechstein klein
140810_Ernst Bromeis und Christiane Pechstein in Linz am Rhein © Das blaue Wunder - Christian Gartmann_klein.JPG
140810_Ernst Bromeis und Christiane Pechstein in Linz am Rhein © Das blaue Wunder - Christian Gartmann_klein.JPG

Samstag, 9. August 2014

Mit dem Schub der Bergsterecke (09.08.2014)

Nach der technischen Pause in St. Goar geht Ernst schon vor acht wieder in den Rhein. Die «Blue Connects» funktioniert wieder tadellos, die Flussgeschwindigkeit ist dank der Bergstrecke noch hoch und der kleine Verband aus Schwimmer, Schlauchboot und Kanu erreicht schon am Mittag Koblenz.

Die Universitätsstadt hat architektonisch viel zu bieten, was auch Ernst nicht verborgen bleibt. Zu den allgegenwärtigen Frachtschiffen kommen am Wochenende noch Kreuzfahrt- und Ausflugsschiffe und punktuell auch Freizeitboote und Jetskis. Kapitän Pablo und Kanute Patrick behalten die Übersicht, und für Ernst sind die Bedingungen trotz den vielen Verkehrs gut.

Nach 38 Kilometern macht das Team Mittagspause in Urbar, danach hängt Ernst noch einmal 24 (!) Kilometer an und schwimmt bis Leutersdorf. Wieder werden wir herzlich aufgenommen.

Morgen Sonntag kommen wir in Linz am Rhein vorbei. Ernst freut sich auf ein ganz besonderes Treffen...

Bild: Unser kleiner Verband kreuzt vor Koblenz das Tankmotorschiff «TMS Adrian»: 110 Meter lang und bis zu 2425 Tonnen schwer, wühlt sie den Rhein so auf, dass Ernst aus dem Crawl in den Brust-Stil wechseln muss.

140809_TMS Adrian © Das blaue Wunder - Christian Gartmann klein.JPG
140809_TMS Adrian © Das blaue Wunder - Christian Gartmann klein.JPG
140809_Kanute Patrick Jeker © Das blaue Wunder - Christian Gartmann klein.JPG
140809_Kanute Patrick Jeker © Das blaue Wunder - Christian Gartmann klein.JPG

Freitag, 8. August 2014

Reparatur-Tag in St. Goar (09.08.2014)

Unsere «Blue Connects» spürte die Strapazen der letzten Wochen. Ein kaputtes Relais an einem der Motoren, ein Schaden an einer der Luftkammern und ein paar andere Wehwehchen müssen behoben werden. Dafür mussten wir am Freitag einen Tag Pause an der Loreley einlegen.

Auch hier zeigt sich der Alpin-Stil der Expedition 2014: Reisst ein Glied der Kette (fällt ein Element des kleinen Begleitteams aus), steht die Expedition still.

Heute Samstag geht's wieder im Wasser weiter.

140809_Blue Connects
140809_Blue Connects

Ernst Bromeis hat die Hälfte der Strecke geschafft (06.08.2014)

MEDIENINFORMATION VOM 6.8.2014

Der Bündner Wasserbotschafter und Langdistanzschwimmer Ernst Bromeis hat auf seiner Expedition 2014 die 700-Kilometer-Marke erreicht und damit bereits mehr als die halbe Distanz des Rheins überwunden. Nach einer durch Hochwasser bedingten Pause in Iffezheim ist er wieder zügig unterwegs.

Vier Wochen nach seinem Start an der Quelle des Rheins erreichte Ernst Bromeis am Dienstag die Gegend von Mainz. Von der Gesamtstrecke von 1247 Kilometern bis zur Mündung hat er damit bereits mehr als die Hälfte zurückgelegt. Schwierigkeiten bereiteten Bromeis zuerst die extreme Kälte und dann das Hochwasser, welches ihn für sechs Tage in Iffezheim bei Baden-Baden blockierte. Erst ab Germersheim, nach einer Fussstrecke von rund 65 Kilometern, konnte er am Montag wieder weiterschwimmen. Seither kämpft er nun mit dem durch das Hochwasser und den Schiffsverkehr sehr unruhigen Rhein.

«Neben einem über 100 Meter langen Kahn zu schwimmen ist wie in einem Schüttelbecher,» fasste Bromeis seine Erfahrungen mit den Schwerlastschiffen am Mittwoch vor den deutschen Medien in Mainz zusammen. «Die mächtigen Bugwellen und die starken Motoren wühlen den Rhein enorm auf. Schon kleine Boote werden da hin und her geworfen – als Schwimmer fühlt man sich wie ein Tischtennis-Ball.»

Das Team des Davosers besteht nur aus einer Handvoll Leuten. «Ich orientiere mich am klassischen Alpinstil im Alpinismus: Keine Träger, keine Spurmannschaften und so wenig Hilfsmittel wie möglich,» erklärt Bromeis dazu. «Zwischenstrecken, welche ich nicht schwimmen darf, gehe ich konsequent zu Fuss. Unsere Expedition bewegt sich leise, wir haben keinen festen Zeitplan, insgesamt nur drei Medientermine und konzentrieren uns alle voll auf meine Bedürfnisse als Athlet.»

Dennoch will er Aufsehen erregen: «Meine Schwimm-Expeditionen schaffen die Öffentlichkeit, die ich brauche, um als Wasserbotschafter gehört zu werden. Der nachhaltige Umgang mit Wasser und das noch immer für sehr viele Menschen unerreichte Menschenrecht auf sauberes Wasser sind seit Jahren meine zentralen Anliegen.»

 

Mittwoch, 6. August 2014

Das Recht auf eine Toilette (05.08.2014)

Vom malerischen Arm des Altrheins bei Worms bricht Ernst früh auf, um möglichst weit Richtung Wiesbaden zu kommen, wo am Mittwoch die Medienkonferenz stattfinden wird.

Das malerische Element währt nicht aber sehr lange: Schon sehr bald tauchen am rechten Rheinufer die stillgelegten Atommeiler von Biblis mit ihren vier riesigen Kühltürmen auf.

Bald danach, bei der ersten Tagespause in Gernsheim, Abbauarbeiten nach dem grossen Fischerfest. Der Rhein war und ist traditionell auch Nahrunsmittelquelle für seine Millionen von Anwohner. Mitten im Gewühl schaffen uns die sehr hilfsbereiten Wasserschutz-Polizisten einen Platz für den Camper, wo Ernst sich ausruhen und etwas essen kann.

Dann die alltägliche Suche nach einer Toilette: Für uns eine manchmal etwas lästige Aufgabe. Eine Milliarde Menschen muss aber nicht einmal suchen: sie hat gar keinen Zugang zu einem Abwassersystem. Und wo es keine sanitären Anlagen und Kanalisationen gibt, breiten sich Krankheiten und Seuchen besonders gut aus.

Das Menschenrecht auf Wasser ist auch das Recht auf sanitäre Anlagen, also die Entsorgung von Abwässern. Und somit eben auch das Recht auf eine Toilette.   

140805_Toilette © Das blaue Wunder
140805_Toilette © Das blaue Wunder

Ein Tag mit den deutschen Medien (06.08.2014)

Ein voll bepackter Mittwoch: Etwas mehr als der Hälfte der Strecke liegt hinter Ernst und seinem Tean. In einer Medienkonferenz für deutsche Medien in Wiesbaden gibt Ernst umfassend Auskunft. Nach der für Kapitän Pablo und Ernst anspruchsvollen Passage der Main-Mündung steigt Ernst dazu in der Bastion von Schönborn in Mainz-Kastel aus dem Rhein.

Der Ort Wiesbaden ist kein Zufall: Hier hat Hauptsponsor P&I seinen Sitz. Die Projektverantwortlichen von P&I beweisen eine gute Nase: Die Bastion ist mit ihrem Strand und dem historischen Gebäude ein Juwel direkt am Rhein.

Medienschaffende von Radio, Fernsehen und Printmedien befragten Ernst während fast vier Stunden, dann stehen noch einmal zweieinhalb Stunden Schwimmen auf dem Programm: Auf Wunsch der Wasserschutzpolizei schwimmt Ernst linksrheinisch, denn in Mainz sorgt eine Brückenbaustelle für enge und potentiell gefährliche Verhältnisse auf dem Rhein.

Nach 24 Kilometern ist Schluss für diesen speziellen Tag: Der zweite von nur drei Medienterminen der «Expedition 2014» ist erfolgreich abgeschlossen. Ein herzliches Dankeschön an die Crew von P&I, die uns grossartig unterstützt und an Jürgen, der uns im Kanu begleitet hat.

140806_Ernst Bromeis mit Ralf Kraft von der Bastion von Schönborn © Das blaue Wunder klein
140806_Ernst Bromeis mit Ralf Kraft von der Bastion von Schönborn © Das blaue Wunder klein
140806_Mainzer Dom und vorne das Rathaus © Das blaue Wunder
140806_Mainzer Dom und vorne das Rathaus © Das blaue Wunder
140806_Mainzer Dom und vorne das Rathaus © Das blaue Wunder
140806_Mainzer Dom und vorne das Rathaus © Das blaue Wunder

Sonntag, 3. August 2014

Unter dem Flügel eines Jumbo-Jets (03.08.2014)

Noch einmal zieht Ernst statt dem Neopren die Laufschuhe an: Von Münchhausen bis Germetsheim sind es auf dem Rhein 37 Kilometer. Schwimmend wäre das dank der guten Strömung in ein paar Stunden zu schaffen. Zu Fuss sind es - wegen der vielen Umwege um Hafenbecken, Rheinauen und Sperrungen wegen Hochwassers ganze 49 Laufkilometer - oder mehr als eine volle Marathondistanz.

Laufend nimmt Ernst diesen vielfältigen Abschnitt des Rhein noch einmal ganz anders wahr: Die Spannweite der Eindrücke reicht von überschwemmten Auenwäldern über schmucke, kleine Dörfer bis zum hoch industrialisierten Gebiet um Karlsruhe mit einer Autofabrik, einem Containerhafen und einer Raffinerie.

Ganz ohne Wasser geht's auch heute nicht: Immer wieder sind Teile der Wege überflotet und kurz vor Germetsheim muss Ernst wieder mehr als knöcheltief Waten. In Germetsheim beim Rhein-Kilometer 484 endet dann aber der Rheinabschnitt mit Hochwsasserstufe 1 und dem Schwimmverbot. Morgen geht's wieder ins Wasser!

A propos Spannweite: Das Team übernachtet in Speyer, gleich neben dem Technik-Museum. Im Freigelände steht auf riesigen Stützen eine alte Boeing 747 der Lufthansa. Schlafen unter dem Flügel eines Jumbo-Jets...

 
140803_Ernst Bromeis Hafen Wörth © Das blaue Wunder - Christian Gartmann
140803_Ernst Bromeis Hafen Wörth © Das blaue Wunder - Christian Gartmann
140803_Bromeis waten © Das blaue Wunder - Christian Gartmann
140803_Bromeis waten © Das blaue Wunder - Christian Gartmann
140803_Speyer Jumbo © Das blaue Wunder - Christian Gartmann
140803_Speyer Jumbo © Das blaue Wunder - Christian Gartmann

Samstag, 2. August 2014

Knietief auf dem Radweg (02.08.2014)

Liebe Freunde vom blauen Wunder und der Expedition 2014

Als ich letzten Montagabend in Iffezheim aus dem Wasser stieg, brüllte ich vor Freude. Ich hatte die letzte von 22 Schleusen erreicht – 170 sehr anstrengende Kilometer gestauter und schwer verbauter Rhein lagen hinter mir. Von nun ab würde der Rhein (mit mir) freier fliessen und mich flott vorwärts bringen.

Als uns die Wasserschutzpolizisten dann darauf hinwiesen, dass nun «Hochwasserstufe 1» herrsche und das Schwimmen ab der Schleuse verboten sei, realisierten wir aber schnell, dass wir nun blockiert sein würden. Ein Ignorieren eines Verbotes kam von Anfang an nicht in Frage. Was wäre ich für ein Vorbild, wenn ich trotz der grossen Gefahren und des für alle geltenden Verbotes trotzdem weiterschwimmen würde?

So richteten wir uns in der nahen Freizeitanlage ein und prüften mehrmals täglich den Pegelstand in Maxau, der für die Regelung des Schwimmverbotes relevant ist. Statt zu sinken, stieg der Pegel aber. Bei «unserer» Schleuse in Iffezheim sogar bis zur «Hochwassermarke 2» ab welcher auch die Schwerlastschiffe nicht mehr verkehren dürfen. Fünf lange Tage vergingen, ohne dass etwas passierte.

Anfangs war ich unruhig und nervös. Erst mit der Zeit – nach vielen Gesprächen in meinem kleinen Team und mit Freunden zuhause – konnte ich akzeptieren, dass Warten nun einmal die einzige Option ist. Auch Abwarten gehört zu einer Expedition. Bis zum Wochenende wollten wir uns Zeit nehmen und hofften, Sonntag oder Montag weiterschwimmen zu können.

Heute Samstag kam dann die Wende – leider auf die negative Seite: Die Pegel sinken mittelfristig nicht, sagt die Prognose. Ich musste mich entscheiden: Zwar hat die «Expedition 2014» keinen festen Etappenplan, aber auch sie kann nicht ewig dauern. Meine Optionen waren also: Abbrechen oder das Hindernis umgehen. Letzteres ist möglich, weil die Hochwasserstrecke «nur» etwa 50 Kilometer misst.

Ich habe mich also entschlossen, das Schwimmverbot im wahrsten Sinne des Wortes zu «umgehen». Heute Nachmittag bin ich zu Fuss von Iffezheim aufgebrochen und morgen Sonntagabend will ich in Germetsheim sein. Dort, wo ich voraussichtlich wieder als Schwimmer in der Rhein darf.

 

Knietief auf dem Radweg.

Als leidenschaftlicher Schwimmer habe ich mir diesen Entscheid nicht leicht gemacht: Schliesslich wollte und will ich so viele von den 1247 Kilometern meiner Expedition wie möglich im Wasser – als Schwimmer – hinter mich bringen. Wo ich nicht schwimmen kann oder darf, bewege ich mich ohne Hilfsmittel, also zu Fuss.

Das Umgehen der Gefahrenstelle ist die einzige Möglichkeit, die Expedition fortzusetzen. Andernfalls wären wir hier bestimmt die ganze Woche, oder sogar noch länger, festgesessen. Ganz ohne Wasser geht es aber auch zu Fuss nicht: Schon auf den ersten Kilometern war mein Weg in der Nähe des Rheindamms knietief überflutet und ich bekam – gelinde gesagt – ganz schön nasse Füsse.

Nächstes Mal hoffe ich, wieder mehr von meiner schwimmenden Expedition berichten zu können. Im Blog auf www.dasblauewunder.ch oder über www.twitter.com/ErnstBromeis erfahrt Ihr täglich das Neueste. Ich freue mich, wenn Ihr unsere Beiträge teilt und weiterleitet!

Herzlich – Euer Ernst Bromeis

 

PS:

Die Medien berichten vielfältig über die Expedition 2014

Die Frankfurter Allgemeine (FAZ) widmete uns am vergangenen Sonntag eine volle Seite

Das Nachrichtenmagazin 10vor10 des Schweizer Fernsehens SRF brachte einen umfangreichen Beitrag.

 

 

 

140802_Rhein-Kilometer 336_Hochwasser © Das blaue Wunder
140802_Rhein-Kilometer 336_Hochwasser © Das blaue Wunder
140802 Knietief © Das blaue Wunder
140802 Knietief © Das blaue Wunder
140802_Iffezheim_Radweg unter Wasser © Das blaue Wunder
140802_Iffezheim_Radweg unter Wasser © Das blaue Wunder

Sonntag, 27. Juli 2014

Die letzte Schleuse! (27.07.2014)

Der letzte Tag im gestauten Rhein bringt eine neue Art von unangenehmen Begleitumständen: Die Sonne lockte viele Menschen an den Rhein. Ein Teil davon bringt Jetskis, schnelle Motorboote und Wasserskis mit und rast damit auf dem Rhein herum.

Kapitän Pablo manövriert das Begleitboot so, dass die nicht immer ganz berechenbaren Sportpiloten Ernst nicht zu nahe kommen. Für Ernst im Wasser ist die Situation dennoch sehr unangenehm: Geräusche von Schiffsmotoren sind unter Wasser sehr gut hörbar – der Mensch kann sie aber kaum einschätzen oder gar orten. Ernst schwimmt in ständiger Angst, dass einer der Boliden ihm zu nahe kommt.

Es gibt aber auch die angenehmen Besucher für die Expedition 2014: Zahlreiche Zuschauer auf den Dämmen und auf (langsamen) Booten winken uns zu, fragen nach. Sie hatten wohl alle die FAZ gelesen...

Beflügelt vom Gedanken an die letzte Schleuse bis Hoek van Holland schafft Ernst dennoch über 40 Kilometer bis Iffezheim: 170 sehr anstrengende Kilometer gestauter Rhein liegen hinter Ernst. Die Erleichterung ist gross. Ab jetzt fliesst der Rhein wieder natürlich. Das bringt die Expedition in Schwung, birgt aber auch neue Gefahren. Immer schön konzentriert bleiben... 

Wie es morgen weitergeht ist noch unklar: Hochwasserstufe 1 bedeutet zusätzliche Abklärungen für Kapitän Pablo und Ernst mit den Behörden, die das Team beiderseits des Rheins aber sehr hilfsbereit unterstützen.

140727_Rhein-Kilometer 333 © Das blaue Wunder
140727_Rhein-Kilometer 333 © Das blaue Wunder
140727_Iffezheim © Das blaue Wunder
140727_Iffezheim © Das blaue Wunder