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Donnerstag, 8. Juli 2010

Jetzt

 

Lausanne – St. Prex. Muss lernen, im Hier und Jetzt zu leben. Was morgen oder übermorgen ist, ist nichtig. Die Schultern spüren die extreme Belastung von gestern zwischen Montreux und Lausanne. In meinem Kopf, wenn ich die Augen schliesse, oder im Hotel an die Decke starre, oder jetzt diese Zeilen schreibe schaukelt meine Gefühlswelt im Wellengang des Lac Léman. Der See ist für mein menschliches Vorstellungsvermögen undendlich weit, doch das Wasser, das mich jeden Tag trägt, ist endlich.

Morgen wird SF Schweiz Aktuell voraussichtlich den zweiten Teil vom Fernsehbeitrag (Teil 1 wurde im unterirdischen See in St. Leonard gedreht) in der Nähe von Nyon drehen. Bin jetzt schon auf meine Antworten nach 20 Kilometer schwimmen gespannt.

Fazit: Lac Léman – Im Moment meine Welt und Umwelt zugleich. 

Fast Spiegelglatter See
Im Element
Aufnahme mit dem Telezoom
Einstieg ins Wasser
Auch Zeit für Blumen unterwegs
Letzte Vorbereitungen vor dieser Etappe
Weite

Dienstag, 6. Juli 2010

Unter Tage, Jazz und Ruhe

 

Der unterirdische See in St. Leonard bei Sion war ein absolutes Erlebnis. Im Grundwasser (11 Grad Celsius)  und in der Dunkelheit zu schwimmen war beeindruckend. Doch nebst aller Faszination (siehe youtube-Video) war es ein bedrückendes Gefühl „unter Tage“ im Wasser zu sein. Im Anschluss bin ich ca. 80 Kilometer von Sion der Rhone entlang bis nach Villeneuve am Lac Léman mit Gregor unterwegs gewesen. Der Gegenwind war auch am zweiten Tag im Wallis kräfteraubend. Das Schwimmen von Villeneuve nach Montreux (Sicht auf Schloss Chillon) mit der grosszügigen Unterstützung der SILS (Société Internationale de Sauvetage du Léman) war problemlos.

In Montreux stand bereits der „Blaue Wunder“-Container, an bester Lage am See. Auch mein Freund Jean-Paul Genoud hat mich empfangen, und ich durfte am Abend noch an einem offiziellen Empfang anlässlich des Jazz-Festivals dabei sein (Claude Nobs und Co. waren anwesend). Für „Das blaue Wunder“ eine spezielle Gelegenheit sich zu zeigen.

Der heutige Ruhetag verlief ruhig, was nicht immer selbstredend ist. Das gemeinsame Mittagessen mit Jean-Paul hat mir wieder (mentale) Kraft gegeben, für die lange Reise dem Lac Lèman entlang. Die morgigen 24 Kilometer bis nach Lausanne werden v.a. mental zu einer grossen Herausforderung. Die Angst weicht nun der Zuversicht. Motivation auf dem langen Weg ist auch der vorgesehene Empfang im Olympischen Museum inkl. „Blauen Container“. Freue mich sehr.

PS: Grazia fichun für alle Mails und SMS. Die vielen guten Wünsche tun gut. 

Im unterirdischen See in St. Leonard
Lichtspiel
Bereit zum Schwimmen im 11 Grad kalten Wasser
Vorbei am Schloss Chillon
Der Container an prominentem Standort in Montreux
Das SLRG Team