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Montag, 19. Juli 2010

Bergetappe

 

Wildhaus – Schwägalp – Appenzell – Sämtisersee – Oberriet – Altstätten – Bodensee. – Ruhetag in Sicht! Das Radfahren war heute eine Freude. Über die Schwägalp am Säntis vorbei, kaum Verkehr und der leichte Anstieg nach Brülisau waren vom Feinsten. Zum Sämitsersee ging’s dann extrem steil zu Fuss. 1 Stunde und 10 Minuten waren angeschrieben, in „Blauer Wunder“-Manier haben wir (Andrea, Tumasch, Andy und ich) die Hälfte für den Anstieg benötigt. Der Sämtisersee liegt wunderschön in einer Senke in der Nähe vom Hohenkasten. Nur ca. 500 Meter lang aber mit einer grossen Ausstrahlung.

Als Belohnung nach dem Schwimmen gab’s Siedwurst mit Kartoffelsalat. Nicht die ideale Sporternährung aber für die Seele das Beste. Radelnd ging’s zum Abschluss nach der Abfahrt via Oberriet, Alstätten, Rheineck zum Rheinspitz beim alten Rhein. Hier werde ich am Mittwoch in das zweite grosse Schweizer Süsswasser Meer eintauchen. Zuerst gibt es aber Morgen Dienstag einen Ruhetag. Die vergangene Woche war lang mit den Seen Lac de Neuchâtel, Sarnersee, Walensee, Silsersee und Sämtisersee. Da die Veloetappen auch nicht „ohne“ waren (Bern- Sarnen, Sarnen-Pragelpass-Weesen, Walenstadt-Lenzerheide, Maloja-Scuol und Wildhaus-Bodensee) spüre ich Arme und Beine. Auch mein Kopf braucht morgen und heute Abend Ruhe.

Fazit: Bin nicht mehr normal und hoffe, dass ich diesen Zustand bis am 1. August in Luzern konservieren kann. 

Wandern zum Einstieg am Sämtisersee
Start am frühen Morgen in Wildhaus

Donnerstag, 15. Juli 2010

Geseegnetes Land

 

Heute nur mit dem Rad unterwegs, zwischen Bern und Sarnen – aber vorbei an den Wasserwelten am Thuner- und Brienzersee. Auch heute war’s wieder abenteuerlich. Und zwar auf der nationalen Veloroute 8. Zwischen Interlaken und Brienz bin ich sogar an den Tafeln „Bitte absteigen“ mit dem Rennrad vorbei gefahren. Aufgrund der gestrigen Gewitter waren die Waldwege grösstenteils mit Laub, Ästen und Lehm überdeckt. Die Giessbachfälle kurz vor Brienz haben mit ihrer Wildheit fasziniert. Allerdings scheinen die Wasserfälle Touristen aus aller Welt anzulocken, so dass ich nicht ganz alleine war. Der Aufstieg zum Brünigpass verlief ruhig, und da die Sonne für einmal nicht schien, lief der der Schweiss nicht in Strömen. Am Etappenziel in Sarnen hat mich wiederum der „Blaue Wunder“-Container empfangen.

Morgen werde ich ab 6.30 Uhr durch den Sarnensee schwimmen und anschliessend die lange Veloetappe via Altdorf und Klausenpass bis an den Walensee unter die Räder nehmen. Die nächsten Tage werden mich körperlich wieder voll fordern.

Ach ja, heute Abend haben wir den ersten grossen Materialschaden zu beklagen. Die Garage-Einfahrt war deutlich zu tief für ein Mountainbike auf dem Autodach ausgelegt. Das CHF 10‘000.- super Bike mit dem Carbonrahmen können wir nicht mehr retten. So lange es aber bei den Materialschäden bleibt, können wir uns glücklich schätzen. 

Ausblick
Vor dem Hotel Kreuz in Sachseln
Wasserfall in Giessenbach
Das Bundeshaus
Ankunft beim Container in Sarnen

Mittwoch, 14. Juli 2010

Adieu und grüezi

 

Letzte Kilometer im Lac de Neuchâtel und cooler Schwumm in der Aare in Bern – la vita e bella. Der Lac de Neuchâtel hat sich heute Morgen von seiner schönsten Seite gezeigt. WunderbarerSonnenaufgang und ruhige See Richtung St. Blaise. Anschliessend ging’s weiter mit dem Velo nach Bern. Nach den ersten Kilometern der Hauptstrasse entlang habe ich mich für die Veloroute Nr. 94 entschieden. Die ca. 90 Minuten Fahrzeit zur Bundeshauptstadt waren Abenteuer pur. Ein Wanderer meinte, dass die Feldwege und Schotterpisten, Waldpartien und Weiherpassasagen nicht gerade das ideale Terrain für mein Rennrad seien, doch ich kam ohne Platten durch. Die vielen Mountainbiker, die ich überholt habe, waren auch noch ein kleiner Motivationsschub J. In Bern angekommen, habe ich meine Flusspremiere in der Aare in vollen Zügen genossen. Morgen unbedingt „Der Bund“ lesen!

Die Bund-Journalistin Fiona war mit Begeisterung dabei als wir gemeinsam mit hunderten von gleichgesinnten im Eichholzbad in die Fluten gestiegen sind. Wenn man sich in der Aare von den Wogen tragen lässt, begleitet einen ein faszinierendes Rieseln. Das „Ssssssssssssssssss“ ist das Rieseln der kleinen Steine, welche die Aare mit sich nimmt. „The last exit“ (so am Ufer angeschrieben) habe ich im Marzilibad erwischt. Ein wenig Nervenkitzel ist schon dabei, denn anschliessend würde die Wasser-Reise bei einem Wasserwehr ein unschönes Ende nehmen.

Fazit: Aare ich komme wieder. 

Der Blaue Container auf dem Waisenhausplatz in Bern
Man wähnt sich am Mittelmeer
Marzilibad in Bern
Hoch die Treppen muss er steigen