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Freitag, 18. Juli 2014

Abschied vom Bodensee (18.07.2014)

Die Expedition 2014 ist eine Reise der Gegensätze: Ernst startet sehr früh und kann die Ruhe des Untersees noch einmal richtig geniessen. Bis Stein am Rhein ist das Wasser spiegelglatt und mittlerweile auch angenehm warm.

Dann geht's ab: Viel Wasser und viel Bootsverkehr verlangen dem Schwimmer, dem Bootsführer und dem Lotsen volle Konzentration ab. In Schaffhausen ist der Ausstieg Pflicht: Die Strecke bis zum Rheinfall und der Rheinfall selbst sind nicht schwimmbar.

Hinter dem Team liegt ein langer, schöner Tag und eine Strecke von 32 Kilometern. Morgen geht Ernst dann zuerst einmal zu Fuss. Erst unterhalb des Rheinfalls steigt er wieder ein.  

 

140718_Mammern_Bodensee © Das blaue Wunder
140718_Mammern_Bodensee © Das blaue Wunder

Mittwoch, 16. Juli 2014

Ein perfekter Tag (16.07.2014)

Bei Bilderbuchwetter ohne Wind und Wellen schwimmt Ernst Richtung Kreuzlingen. Im Blick immer wieder die herrschaftlichen Häuser, das Schilf und das kräftige Grün der Hänge am See, die er schon aus der Expedition 2010, als er die grössten Seen jedes Kantons durchquerte, kennt.

Ernst findet immer besser in einen guten Takt, das Schwimmen in runden Bewegungen geht mühelos: Ernst gleitet scheinbar mühelos 11 Kilometer bis zum Camping in Kreuzlingen.

Konstanz und der geschichtsträchtige «Rhein-Kilometer Null» sind am Abend fast nur noch einen Steinwurf entfernt.

140716_Uttwil-Kreuzlingen © Das blaue Wunder - Dorothée Meddens
140716_Uttwil-Kreuzlingen © Das blaue Wunder - Dorothée Meddens

Dienstag, 15. Juli 2014

T-Shirt und kurze Hosen! (15.07.2014)

Der erste Sommertag der Expedition 2014: Gute Bedingungen im See, fast kein Wind und keine lästige «Schnörre-Wälle». Ernst schwimmt in Begleitung seines Freundes Martin Filli 12 Kilometer von Arbon über Romanshorn hinaus bis Kesswil.

Das Wasser ist mit 19 Grad zwar immer noch einen Tick zu kalt, aber der Taucheranzug konnte gegen den Triathlon-Anzug getauscht werden.

Müde, aber zufrieden geniessen Ernst und sein kleines Team den Sommerabend am See - in T'Shirts und kurzen Hosen.

140715_Uttwil
140715_Uttwil

Montag, 14. Juli 2014

«Schnörre-Wälle» (14.07.2014)

Der dritte Tag im Bodensee: Nur am Morgen windstill, dann wieder Gegenwind. Er bremst und treibt einem die kurzen, unregelmässigen Krabbelwellen ins Gesicht.

Im Vergleich zum Rheintal ist die Ausrüstung nun etwas leichter geworden: Knieschoner, Rückenpanzer und Helm sind im Camper verstaut. Aber ohne halbtrockenen Taucheranzug, Neopren-Kapuze und Überschuhe geht's halt auch bei 19 Grad nicht.

Wir haben ein neues Wort gelernt: Krabbelwelle heisst in St. Galler Dialekt «Schnörre-Wälle».

Und Morgen kommt dann die Sonne wieder. Die war halt in Brasilien.

;-) 

140714_Webcam Romanshorn_www.sscro.ch
140714_Webcam Romanshorn_www.sscro.ch

Sonntag, 13. Juli 2014

Bodensee mit Gegenwind und Strömung (13.07.2014)

Der zweite Tag im «warmen» Bodensee (19 Grad) liess die Eiseskälte des Rheins etwas vergessen. Zum Aufwärmen musste Ernst nicht mehr jedes Mal an Land in den Camper, sondern nur in das Begleitboot.

Das Schwimmen im Bodensee war trotzdem schwierig. Gegenwind, Gegenströmung und Wellen zerrten an den Kräften und auch an den Nerven. Am Ende erreichte Ernst dann das Tagesziel Rorschach.

Morgen geht's am Ufer weiter Richtung Arbon. 

140713_Rorschach
140713_Rorschach
140713_Ernst Bromeis © Das blaue Wunder_Dorothee Meddens
140713_Ernst Bromeis © Das blaue Wunder_Dorothee Meddens

Samstag, 12. Juli 2014

Der See ist ein Krampf (12.07.2014)

«Endlich im See und im wärmeren Wasser», dachten wir alle am Morgen! Der Bodensee ist mit knapp 19 Grad zwar vermutlich an die 10 Grad wärmer als es der Rhein bis gestern war, aber die Kälte ist immer noch ein grosses Problem. Mehr als zwei Stunden am Stück sind nicht drin.

Ernst schwimmt nah am Ufer. Diese Linienwahl ist zwar länger, aber so kann er zum Ausruhen und Aufwärmen direkt in den warmen Camper des Teams. Würde er weiter draussen schwimmen, könnte er sich nur im Begleitboot ausruhen. Beim aktuellen Wetter würde er dann aber noch mehr auskühlen.

Heute waren es rund 9 Kilometer, Sonntag und Montag sind nun kürzere Etappen angesagt. Es gilt, mit der Kräften haushälterisch umzugehen. Die Stimmung im kleinen Team ist gut – alle hoffen auf besseres Wetter.

140712_Webcam Altehrhein
140712_Webcam Altehrhein

Freitag, 11. Juli 2014

Was für ein Ritt! (11.07.2014)

Angetrieben von den Niederschlägen der letzten Woche führt der Rhein Unmengen von Wasser. Wer oder was im Wasser ist, wird förmlich Richtung Bodensee gerissen. Es geht gut vorwärts, aber Schwemmholz und starke Strömungen machen das Schwimmen zuweilen gefährlich. Man muss schon etwas verrückt sein...

Die Kälte ist noch immer ein grosses Problem. Auch die Temperatur des Sees dürfte unter der riesigen Menge an Kaltwasser gelitten haben. Dennoch: Die Aussicht auf das «richtige Schwimmen» im offenen Bodensee beflügelt das ganze Team.

Morgen beginnt ein neues Kapitel in der «Expedition 2014»: Schwimmen im stehenden Gewässer – und den Rhythmus finden für die noch immer riesige Strecke, die vor allen liegt.

Neu im Team: Pablo, unser Rhein-Kapitän.

Samstag, 24. Juli 2010

Per Andri

Gestern Gottlieben, Mamern, Stein am Rhein. Heute coole Fahrt nach Basel. Die Abschlussetappe von Gottlieben nach Stein am Rhein war geprägt von der wunderschönen Landschaft am Untersee und vom Platzregen auf den letzten Kilometern von Mamern nach Stein am Rhein. Der Regen war so stark, dass ich beim Schwimmen von der Aussenwelt nichts mehr als Nebel und millionen Wassertropfen wahrgenommen habe. Da ich die Gegend um Stein am Rhein nicht kannte, konnte ich mich nur dank der Hilfe der SLRG-Crew orientieren. Nach den knapp 60 Kilometern schwimmen seit dem Rheinspitz war es ein unvergleichliches Gefühl die Rheinströmung ab Eschenz bis Stein am Rhein zu spüren. Da ich alleine im strömenden Regen im grössten Strom Europas unterwegs war, habe ich die Zeit u.a. mit kurzen Tauchpassagen im Rhein genossen. Wenn man untertaucht und sich auf dem Rücken talwärts treiben lässt, kann man beobachten wie der Regen auf die Wasseroberfläche trifft. Ein einmaliges und exklusives Schauspiel auf meiner bisherigen Reise. Heute ging’s 120 Kilometer mit dem Velo von Stein am Rhein nach Rheinfelden/Augst. Bei 12 Grad Celsius ging‘s Rheinabwärts. Die letzten 2/3 Kilometer habe ich im Rhein zurückgelegt. „Wellnessprogramm“ nennt man das, wenn der Rhein einem das Schwimmen abnimmt.

Gestern hat in Mamern Sonja uns alle mit einer selbstgebackenen Wähe, mit Kaffee und Kuchen überrascht. Im strömenden Regen bei Kaffee und Kuchen - trifft die Seele. Grazia fichun Sonja für Deine grosse Unterstützung. Heute durfte ich mit meinem Freund Rodolphe gemeinsam die Etappe geniessen. Im Windschatten von Rod waren wir trotz Gegenwind sehr zügig Richtung Augst unterwegs, inklusive gemeinsamer Schwumm bis zur Mittleren Brücke in Basel. Vielen Dank Rodolphe, wir werden den Tag wohl nie vergessen.

Char Andri, tü m’hast muossà chi vala la paina da morder süls daints. L’etapa tanter Gottlieben e Stein am Rhein es per Tai. 

Alle Blogeinträge unter: Blog Das blaue Wunder

Am Seerhein bei Gottlieben. Hier beginnt der Untersee.
Untersee ich komme wieder.
Auch der Bodensee und sein Süsswasser ist endlich.
Grazia fichun Sonja für die wunderbare Überraschung in Mamern.
Stein am Rhein. Punkt.

Donnerstag, 22. Juli 2010

Unterstützung aus Gottlieben

 

Der heutige Tag war sehr abwechslungsreich. Am morgen ging Ernst um 6h15 in Romanshorn ins Wasser. Begleitet und betreut wurde er von Peter und Miriam von der SLRG. Das Schwimmen verlief reibunglos, lediglich war ein Wirt an Land nicht einverstanden, als Ernst mit dem Neopren "und oben ohne" auf die Toilette ging. 

Nach 1-2 Pausen erreichte Ernst den Hafen von Kreuzlingen, wo er für ca. 10km aufs Rennvelo stieg. In Gottlieben angekommen wurde er vom Hotel Krone Manager Markus Greter (selber Velofahrer aus Leidenschaft) herzlich empfangen. Anschliessend marschierte Ernst mit ca. 15 Personen aus der Gemeinde Gottlieben zur Badi Tägerwilen und schwamm abwärts zurück nach Gottlieben. Das ist ein neuer Teilnehmerrekord (die Gemeinde Gottlieben zählt 300 Einwohner, die Hälfte war in den Ferien und somit war der Anteil der "mitschwimmenden Bürger" 10%). 

Es folgte ein Apero vor dem Hotel, spendiert von der Gemeine Gottlieben - vielen dank. Der gut platzierte Container stiess auf reges Interesse. Um 20h gab es im Hotel eine öffentliche Präsentation und Diskussion rund um das Wasser und um das Blaue Wunder Schweiz 2010. Dies führte zu interessanten Begegnungen. 

Ein aufregender Tag geht zu Ende, und das Blaue Wunder Team legt sich aufs Ohr. 

Supporter Tumasch

 

 

Apero vor dem Hotel Krone in Gottlieben
Begleitung von Einwohner aus Gottlieben
Abendstimmung bei der Badi Tägerwilen
Köstlicher Apero

Unterstützung aus Gottlieben

 

Der heutige Tag war sehr abwechslungsreich. Am morgen ging Ernst um 6h15 in Romanshorn ins Wasser. Begleitet und betreut wurde er von Peter und Miriam von der SLRG. Das Schwimmen verlief reibunglos, lediglich war ein Wirt an Land nicht einverstanden, als Ernst mit dem Neopren "und oben ohne" auf die Toilette ging. 

Nach 1-2 Pausen erreichte Ernst den Hafen von Kreuzlingen, wo er für ca. 10km aufs Rennvelo stieg. In Gottlieben angekommen wurde er vom Hotel Krone Manager Markus Greter (selber Velofahrer aus Leidenschaft) herzlich empfangen. Anschliessend marschierte Ernst mit ca. 15 Personen aus der Gemeinde Gottlieben zur Badi Tägerwilen und schwamm abwärts zurück nach Gottlieben. Das ist ein neuer Teilnehmerrekord (die Gemeinde Gottlieben zählt 300 Einwohner, die Hälfte war in den Ferien und somit war der Anteil der "mitschwimmenden Bürger" 10%). 

Es folgte ein Apero vor dem Hotel, spendiert von der Gemeine Gottlieben - vielen dank. Der gut platzierte Container stiess auf reges Interesse. Um 20h gab es im Hotel eine öffentliche Präsentation und Diskussion rund um das Wasser und um das Blaue Wunder Schweiz 2010. Dies führte zu interessanten Begegnungen. 

Ein aufregender Tag geht zu Ende, und das Blaue Wunder Team legt sich aufs Ohr. 

Supporter Tumasch

 

 

Apero vor dem Hotel Krone in Gottlieben
Begleitung von Einwohner aus Gottlieben
Abendstimmung bei der Badi Tägerwilen
Köstlicher Apero

Mittwoch, 21. Juli 2010

Glück und Schmerzen

 

Freundschaft geschlossen mit dem Bodensee – ca. 20 Kilometer über Rheinspitz, Rorschach, Arbon nach Romanshorn. Heute Morgen hat mir Josef von der SLRG vor dem Start in Rheinspitz Mut zugeredet. Josef hat es verstanden die richtigen Worte zu finden, denn der Bodensee kam mir zu gross vor. Nach drei Wochen unzähliger Kilometer in den Wasserlandschaften der Schweiz schmerzt mein Körper. Die Schultersehnen sind entzündet, die Haut hat offene Stellen vom Neoprenanzug und mein gesamter Körper fühlt sich schwer und träge an. Ruhetage und Schlaf reichen nicht mehr aus um zu regenerieren, und der extreme körperliche Zustand wird sich wohl für die nächsten zwei langen Etappen im Bodensee noch kumulieren. Doch die extreme körperliche Erfahrung mit der mentalen Belastung über Stunden und Stunden im Wasser zu verbringen, ist für mich der einzige Weg, um „Das blaue Wunder“ mit all seiner Kraft zu be-greifen. Nur dank meinem körperlichen, seelischen und intellektuellen Einsatz ist es für mich möglich in unsere Umwelt vollumfänglich  einzutauchen.

Auch mein heutiger Wasserweg zwischen Rheinspitz und Romanshorn war wiederum einer dieser Wege, die ich nie vergessen werde. Vielleicht ist es meine persönliche Pilgerreise, mein Jakobsweg, den ich mit Leib und Seele erleben darf und ich mir ausgesucht habe.

Momentan blitzt und donnert es im Romanshorn. Sturmwarnung ist angesagt. Dass ich bisher alle Seen durchschwimmen durfte ist ein immenses Glück. Bin gespannt, wie der Bodensee morgen und übermorgen sich mir zeigt.

Bodensee: ich hatte heute beim Schwimmen immer wieder französische Gedanken. Der Bodensee reicht dem „Grand Bleu“ die Hand. 

Beim Bestimmen der Distanzen
Uferkulisse
Morgen früh um 6h15 im alten Rhein
Ein köstlicher Kaffe während einer Pause