Posts mit dem Label Expedition 2014 werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Expedition 2014 werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 20. August 2014

Hinaus auf das offene Meer (20.08.2014)

Schon eine Stunde vor dem geplanten Startzeitpunkt im Berghaven von Hoek van Holland belagern die Medien Ernst. Die Holländer sind «wasserverrückt» die Radios, Zeitungen und Fernsehsendungen haben Ernst und seine erfolgreiche Expedition in Rekordzeit aufgenommen und zu einem grossen Thema gemacht.

Nach einem Sicherheitsbriefing mit der Crew des Begleitbootes der Hafenmeisterei von Rotterdam läuft das hochseetaugliche Patrouillenboot aus dem kleinen Hafenbecken in den Kanal aus. Im Top des Masts weht die Bündner Flagge.

Vor den Linsen der Fernsehteams und Fotografen springt Ernst ein letztes mal in den Rhein. Anfangs ist Ernst im fast flachen Wasser unterwegs, aber je näher er dem offenen Meer kommt, desto höher werden die Wellen. Bald schwimmt er in 60 bis 150 cm hoher Dünung hinaus aufs offene Meer. 

An Bord des Patroiullenbootes verfolgen Kapitän Pablo, Lotse Han und Dokumentarfilmerin Dorothée die letzten Kilometer von Ernst auf seiner Expedition. Mit dabei ist auch Ernst Denoth, der extra aus der Schweiz angereist ist. An Land ist Ernsts Familie mit Martin unterwegs und am Strand von Hoek van Holland bereitet Christian zusammen mit Isabel die letze Medienkonferenz vor.

Kurz vor 11 Uhr geht Ernst an der Position 51° 59,743' N / 4° 2.472' E in der Nordsee vor Hoek van Holland wieder an Bord des Patrouillenbootes. Emotional aufgewühlt fährt er im Kreis seiner Mannschaft zurück in den Berghaven. 

Die Medienkonferenz am Strand wird zu einem kleinen, familiären Happening. Das ganze Team ist anwesend und lässt das Erlebte noch einmal Revue passieren. Ein emotionaler Moment für alle: Die letzten sieben Wochen haben diese heterogene Gruppe zusammengeschweisst. Zusammen mit Ernst hat sie viel erlebt.

Der abschliessende Fototermin findet am Strand statt. Ernst geniesst es, im Sand zu laufen zu können: Am 7. Juli hatte er am Lago di Dentro Eis unter den Füssen...

Nach einer letzten Teamsitzung trennen sich die Wege von Ernsts Begleitern. Die Expedition 2014 ist erfolgreich beendet.

140820_Team Expedition 2014 © Das blaue Wunder - Cornelia Camichel  small
140820_Team Expedition 2014 © Das blaue Wunder - Cornelia Camichel small
140820_Ernst Bromeis_Hoek van Holland 3 © Das blaue Wunder - Belli Wenger small
140820_Ernst Bromeis_Hoek van Holland 3 © Das blaue Wunder - Belli Wenger small
140820_Ernst Bromeis_Hoek van Holland 4 © Das blaue Wunder - Christian Gartmann small
140820_Ernst Bromeis_Hoek van Holland 4 © Das blaue Wunder - Christian Gartmann small
140820_Ernst Bromeis_Hoek van Holland 2 © Das blaue Wunder - Belli Wenger small
140820_Ernst Bromeis_Hoek van Holland 2 © Das blaue Wunder - Belli Wenger small
140820_Ernst Bromeis_Hoek van Holland © Das blaue Wunder - Belli Wenger small
140820_Ernst Bromeis_Hoek van Holland © Das blaue Wunder - Belli Wenger small
140820_Ernst Bromeis_Hoek van Holland_NOS TV © Das blaue Wunder - Belli Wenger small
140820_Ernst Bromeis_Hoek van Holland_NOS TV © Das blaue Wunder - Belli Wenger small

Dienstag, 19. August 2014

Die grosse Passage (19.08.2014)

Bei der Ersamusbrücke in Rotterdam liegt der Rhein-Kilometer 1001 – gemessen ab Konstanz. Sie ist für Ernst ein weiterer «magischer Ort» auf seiner Expedition. Schon um halb sieben bricht er mit der besten Gezeitenströmung auf, um die Stadt vor 9 Uhr zu erreichen. Das Vorhaben gelingt: Just zum Einsetzen der Flut vollendet er den Kilometer 1001 unter der Erasmusbrücke. «Wir hätten keine 10 Minuten länger schwimmen können», lacht er bei der Pause beim Rotterdamer «Hotel New York».

Die Bevölkerung von Rotterdam macht die Passage zu einem besonderen Erlebnis: Radiostationen in der Stadt hatten am frühen Morgen ausführlich über den Schweizer Schwimmer berichtet, über dessen «kleine, leise» Expedition bisher kaum jemand etwas gewusst hatte. In Rotterdam stehen nun hunderte von Schaulustigen an den Ufern des Rheins und winken Ernst und seinen Begleitern zu. «Das war richtig inspirierend.»

Beim Kilometer 1001 ist aber vorerst auch wieder Schluss mit Schwimmen: Die Hafenmeisterei erlaubt weder das Durchschwimmen der Einfahrten zu den zahlreichen Hafenbecken, noch des 20 Kilometer langen Kanals für Hochseeschiffe zwischen Rotterdam und Hoek van Holland.

Ernst nimmt’s sportlich und geht die anstehenden gut 30 Kilometer noch einmal zu Fuss: «Natürlich ist es ärgerlich, dass ich diese Strecke trotz meiner erfahrenen Begleiter nicht schwimmen darf. Aber die Weisung dient objektiv betrachtet meiner Sicherheit und sie ist auch zu respektieren.»

Allein zu Fuss unterwegs nimmt er gedanklich Abschied vom Rhein und seiner Expedition 2014. Er ist froh, wieder nach Hause zu kommen und gleichzeitig sehr traurig, dass sein grosses Projekt nun morgen zu Ende geht.

140819_Kilometer 1001 © Das blaue Wunder - Pablo Pinkus
140819_Kilometer 1001 © Das blaue Wunder - Pablo Pinkus

Dienstag, 12. August 2014

Im Herz des Ruhrgebiets (12.08.2014)

Mit Düsseldorf und Duisburg durchschwimmt Ernst heute gleich zwei deutsche Industriemetropolen ersten Ranges: Hier schlug und schlägt das Herz vieler deutscher Grosskonzerne.

Wo einst Bergbau und Stahlwerke dominierten, säumen heute Unternehmen aller Branchen die Rheinufer. Ernst und seinen Begleitern fallen neben den teils riesigen Bauten und Anlagen vor allem die nicht immer sehr angenehmen Gerüche auf.

Die Passage durch Düsseldorf ist mit mehreren engen Kurven eine sportliche Herausforderung: Ernst muss hart arbeiten, damit er nicht in die Mitte Fahrtrinne treibt. Hier ist der Rhein am tiefsten und die Strömung am stärksten. Aber hier fahren auch die Schiffe – für einen Schwimmer und seine Begleiter ein genau so lebensgefährliches wie verbotenes Gebiet.

Sonne und Wolken wechseln sich im Minutentakt ab - der Rhein vor der Altstadt von Düsseldorf zeigt sich in gleissendem Licht. Schon wenige Kilometer danach folgt Duisburg. Hier fliesst die Ruhr in den Rhein – sie gibt dem Rohrgebiet seinen Namen.

Für zwei Begleiter am Ufer sind die hoch industrialisierten Gebiete eine Herausforderung: Das Rheinufer ist gesäumt von abgeschlossenen Industrieanlagen und Hafenbecken für grosse Schiffe – für die Pausen und die Übernachtungen sind gute Plätze rar.

Abends erhält das Team Gastrecht im Restaurant «Haus Rheinblick» in Duisburg-Baerl. Der Rheinkilometer 786 ist erreicht. Morgen steht eine runde Zahl an...

140812_Düsseldorf © Das blaue Wunder - Christian Gartmann
140812_Düsseldorf © Das blaue Wunder - Christian Gartmann
140812_Ernt Bromeis_Fähre Meerbusch-Kaiserswerth © Das blaue Wunder - Christian Gartmann.JPG
140812_Ernt Bromeis_Fähre Meerbusch-Kaiserswerth © Das blaue Wunder - Christian Gartmann.JPG

Sonntag, 10. August 2014

Eine Etappe für Klaus Pechstein (1941–2013) (10.08.2014)

Der Höhepunkt der Sonntagsetappe kommt gleich zu Beginn: Schon nach 12 Kilometern erreicht Ernst das Städtchen Linz am Rhein. Hier wohnte zeitlebens Klaus Pechstein, der bisher einzige Mann, der den Rhein von Ilanz bis Hoek van Holland geschwommen ist.

Am Bootssteg wartet Pechsteins Tochter Christiane. Sie war gerade drei Monate alt, als Klaus Pechstein sich daran machte, seinen Traum zu verwirklichen. «Jetzt oder nie» hatte sich der junge Vater wohl gesagt, als er im September 1969 in der Surselva startete.

«Die Geschichte Ihres Vaters hat mich inspiriert, es nach dem Abbruch 2012 noch einmal zu versuchen», erzählt Ernst einer sichtlich gerührten Christiane Pechstein. «Er war aus dem Holz geschnitzt, aus dem Pioniere sind.» 2012 hatte er – noch bei guter Gesundheit – die Expedition von Ernst genau mitverfolgt. Dann, vor einem Jahr, verstarb Klaus Pechstein.

Seine Expedition 1969 erregte grosses Aufsehen: Zeitungen entlang der gesamten Strecke berichteten in Text und Bildern, Raduoreportagen und Fernsehbeiträge machten ihn für kurze Zeit zum Idol. Selbst im damaligen Flaggschiff aller Sportsendungen, dem ZDF Sportstudio, war er zu Gast. Pechstein spielte Spiel mit den Medien gekonnt. Für die Fotografen liess er sich im Wasser auch einmal mit einem Glas Bier oder eine Zigarette rauchend abbilden.

Pechstein hatte immer am Rhein gelebt. Schon als kleiner Junge schwamm er im Fluss, später liess er sich von Lastkähnen im Gummiboot einige Kilometer Richtung Koblenz schleppen und paddelte wieder hinunter nach Linz. Der gelernte Silberschmied hatte eine ausgeprägte, künstlerische Ader. In Schwäbisch Gmünd besuchte er die Kunstschule und lerne dort auch seine Frau Hildegard kennen. 1969 kam dann Tochter Christiane zur Welt.

«Mein Vater war immer voller Träume und Pläne» erzählt Christiane Pechstein. «Er wollte in einem Boot Norwegen umrunden, leider wurde daraus nichts.» Ein Zeitungsbericht, wonach er den Mississippi schwimmen wollte, bezeichnet sie allerdings als «Ente».

Was aber kaum jemand weiss: 1983, 14 Jahre nach seiner Pionierleistung, startete Klaus Pechstein ein zweites Mal, um den Rhein zu bezwingen. Er schaffte es bis zum Bingener Loch, vor der Bergstrecke zur Loreley. Wo er 1969 noch mit einem Schlauchboot als Begleitung schwimmen durfte, verlangten die Behörden nun eine zweite Begleitung. Die Kosten dafür konnte Pechstein sich nicht leisten. Enttäuscht musste er seinen zweiten Versuch abbrechen.

Als Andenken erhält Ernst von Christiane Pechstein ein Original-Aquarell von Klaus Pechstein. Das Treffen in Linz berührt nicht nur die Tochter Klaus Pechsteins: Auch Ernst verlässt den Ort nur ungern. «Wir sehen uns wieder», verspricht er beim Abschied. «Dann möchte ich mir in Ruhe alle Dokumente von 1969 anschauen.»

140810_Pechstein lachend © Christiane Pechstein klein
140810_Pechstein lachend © Christiane Pechstein klein
140810_Pechstein Hafen Rotterdam © Christiane Pechstein klein
140810_Pechstein Hafen Rotterdam © Christiane Pechstein klein
140810_Pechstein Alpenrhein © Christiane Pechstein klein
140810_Pechstein Alpenrhein © Christiane Pechstein klein
140810_Pechstein rauchend © Christiane Pechstein klein
140810_Pechstein rauchend © Christiane Pechstein klein
140810_Ernst Bromeis und Christiane Pechstein in Linz am Rhein © Das blaue Wunder - Christian Gartmann_klein.JPG
140810_Ernst Bromeis und Christiane Pechstein in Linz am Rhein © Das blaue Wunder - Christian Gartmann_klein.JPG

Samstag, 9. August 2014

Mit dem Schub der Bergsterecke (09.08.2014)

Nach der technischen Pause in St. Goar geht Ernst schon vor acht wieder in den Rhein. Die «Blue Connects» funktioniert wieder tadellos, die Flussgeschwindigkeit ist dank der Bergstrecke noch hoch und der kleine Verband aus Schwimmer, Schlauchboot und Kanu erreicht schon am Mittag Koblenz.

Die Universitätsstadt hat architektonisch viel zu bieten, was auch Ernst nicht verborgen bleibt. Zu den allgegenwärtigen Frachtschiffen kommen am Wochenende noch Kreuzfahrt- und Ausflugsschiffe und punktuell auch Freizeitboote und Jetskis. Kapitän Pablo und Kanute Patrick behalten die Übersicht, und für Ernst sind die Bedingungen trotz den vielen Verkehrs gut.

Nach 38 Kilometern macht das Team Mittagspause in Urbar, danach hängt Ernst noch einmal 24 (!) Kilometer an und schwimmt bis Leutersdorf. Wieder werden wir herzlich aufgenommen.

Morgen Sonntag kommen wir in Linz am Rhein vorbei. Ernst freut sich auf ein ganz besonderes Treffen...

Bild: Unser kleiner Verband kreuzt vor Koblenz das Tankmotorschiff «TMS Adrian»: 110 Meter lang und bis zu 2425 Tonnen schwer, wühlt sie den Rhein so auf, dass Ernst aus dem Crawl in den Brust-Stil wechseln muss.

140809_TMS Adrian © Das blaue Wunder - Christian Gartmann klein.JPG
140809_TMS Adrian © Das blaue Wunder - Christian Gartmann klein.JPG
140809_Kanute Patrick Jeker © Das blaue Wunder - Christian Gartmann klein.JPG
140809_Kanute Patrick Jeker © Das blaue Wunder - Christian Gartmann klein.JPG

Freitag, 8. August 2014

Reparatur-Tag in St. Goar (09.08.2014)

Unsere «Blue Connects» spürte die Strapazen der letzten Wochen. Ein kaputtes Relais an einem der Motoren, ein Schaden an einer der Luftkammern und ein paar andere Wehwehchen müssen behoben werden. Dafür mussten wir am Freitag einen Tag Pause an der Loreley einlegen.

Auch hier zeigt sich der Alpin-Stil der Expedition 2014: Reisst ein Glied der Kette (fällt ein Element des kleinen Begleitteams aus), steht die Expedition still.

Heute Samstag geht's wieder im Wasser weiter.

140809_Blue Connects
140809_Blue Connects

Dorothée Meddens (08.08.2014)

«Hier fliesst der Fluss», heisst der Experimentalfilm, den die holländische Künstlerin Dorothee Meddens über den Rhein, seinen Wasserzyklus und seine Menschen dreht. Die Expedition 2014 von Ernst Bromeis wird wie ein roter Faden durch ihr Werk führen. Zu Film und Fotografie kam Dorothée 1998, als sie nach zehn Jahren in ihrem eigenen Maleratelier mit Videoinstallationen und Experimentalfilmen begann. 

Mit der Schweiz verbinden sie viele Freundschaften mit anderen Künstlern und eine erfolgreiche Fotoausstellung in Langenthal. Bei den Recherchen für «Hier fliesst der Fluss» stiess sie auch auf Ernst Bromeis. Die beiden verstanden sich auf Anhieb und beschlossen, einen Dokumentarfilm über die Expedition 2014 zu machen.

«Ernst hat eine Hassliebe zu meiner Kamera», umschreibt Dorothée die wochenlange Zusammenarbeit. «Als Medienprofi kennt er die Kraft bewegter Bilder und die Bedürfnisse von mir als Filmerin. Im Wasser ist er aber dermassen auf sich und seine Bewegungen fokussiert, dass meine Präsenz ihn manchmal stört. Das spüre ich dann deutlich.»

140808_Dorothée Meddens © Das blaue Wunder - Christian Gartmann .JPG
140808_Dorothée Meddens © Das blaue Wunder - Christian Gartmann .JPG

Ernst Bromeis hat die Hälfte der Strecke geschafft (06.08.2014)

MEDIENINFORMATION VOM 6.8.2014

Der Bündner Wasserbotschafter und Langdistanzschwimmer Ernst Bromeis hat auf seiner Expedition 2014 die 700-Kilometer-Marke erreicht und damit bereits mehr als die halbe Distanz des Rheins überwunden. Nach einer durch Hochwasser bedingten Pause in Iffezheim ist er wieder zügig unterwegs.

Vier Wochen nach seinem Start an der Quelle des Rheins erreichte Ernst Bromeis am Dienstag die Gegend von Mainz. Von der Gesamtstrecke von 1247 Kilometern bis zur Mündung hat er damit bereits mehr als die Hälfte zurückgelegt. Schwierigkeiten bereiteten Bromeis zuerst die extreme Kälte und dann das Hochwasser, welches ihn für sechs Tage in Iffezheim bei Baden-Baden blockierte. Erst ab Germersheim, nach einer Fussstrecke von rund 65 Kilometern, konnte er am Montag wieder weiterschwimmen. Seither kämpft er nun mit dem durch das Hochwasser und den Schiffsverkehr sehr unruhigen Rhein.

«Neben einem über 100 Meter langen Kahn zu schwimmen ist wie in einem Schüttelbecher,» fasste Bromeis seine Erfahrungen mit den Schwerlastschiffen am Mittwoch vor den deutschen Medien in Mainz zusammen. «Die mächtigen Bugwellen und die starken Motoren wühlen den Rhein enorm auf. Schon kleine Boote werden da hin und her geworfen – als Schwimmer fühlt man sich wie ein Tischtennis-Ball.»

Das Team des Davosers besteht nur aus einer Handvoll Leuten. «Ich orientiere mich am klassischen Alpinstil im Alpinismus: Keine Träger, keine Spurmannschaften und so wenig Hilfsmittel wie möglich,» erklärt Bromeis dazu. «Zwischenstrecken, welche ich nicht schwimmen darf, gehe ich konsequent zu Fuss. Unsere Expedition bewegt sich leise, wir haben keinen festen Zeitplan, insgesamt nur drei Medientermine und konzentrieren uns alle voll auf meine Bedürfnisse als Athlet.»

Dennoch will er Aufsehen erregen: «Meine Schwimm-Expeditionen schaffen die Öffentlichkeit, die ich brauche, um als Wasserbotschafter gehört zu werden. Der nachhaltige Umgang mit Wasser und das noch immer für sehr viele Menschen unerreichte Menschenrecht auf sauberes Wasser sind seit Jahren meine zentralen Anliegen.»

 

Mittwoch, 6. August 2014

Das Recht auf eine Toilette (05.08.2014)

Vom malerischen Arm des Altrheins bei Worms bricht Ernst früh auf, um möglichst weit Richtung Wiesbaden zu kommen, wo am Mittwoch die Medienkonferenz stattfinden wird.

Das malerische Element währt nicht aber sehr lange: Schon sehr bald tauchen am rechten Rheinufer die stillgelegten Atommeiler von Biblis mit ihren vier riesigen Kühltürmen auf.

Bald danach, bei der ersten Tagespause in Gernsheim, Abbauarbeiten nach dem grossen Fischerfest. Der Rhein war und ist traditionell auch Nahrunsmittelquelle für seine Millionen von Anwohner. Mitten im Gewühl schaffen uns die sehr hilfsbereiten Wasserschutz-Polizisten einen Platz für den Camper, wo Ernst sich ausruhen und etwas essen kann.

Dann die alltägliche Suche nach einer Toilette: Für uns eine manchmal etwas lästige Aufgabe. Eine Milliarde Menschen muss aber nicht einmal suchen: sie hat gar keinen Zugang zu einem Abwassersystem. Und wo es keine sanitären Anlagen und Kanalisationen gibt, breiten sich Krankheiten und Seuchen besonders gut aus.

Das Menschenrecht auf Wasser ist auch das Recht auf sanitäre Anlagen, also die Entsorgung von Abwässern. Und somit eben auch das Recht auf eine Toilette.   

140805_Toilette © Das blaue Wunder
140805_Toilette © Das blaue Wunder

Ein Tag mit den deutschen Medien (06.08.2014)

Ein voll bepackter Mittwoch: Etwas mehr als der Hälfte der Strecke liegt hinter Ernst und seinem Tean. In einer Medienkonferenz für deutsche Medien in Wiesbaden gibt Ernst umfassend Auskunft. Nach der für Kapitän Pablo und Ernst anspruchsvollen Passage der Main-Mündung steigt Ernst dazu in der Bastion von Schönborn in Mainz-Kastel aus dem Rhein.

Der Ort Wiesbaden ist kein Zufall: Hier hat Hauptsponsor P&I seinen Sitz. Die Projektverantwortlichen von P&I beweisen eine gute Nase: Die Bastion ist mit ihrem Strand und dem historischen Gebäude ein Juwel direkt am Rhein.

Medienschaffende von Radio, Fernsehen und Printmedien befragten Ernst während fast vier Stunden, dann stehen noch einmal zweieinhalb Stunden Schwimmen auf dem Programm: Auf Wunsch der Wasserschutzpolizei schwimmt Ernst linksrheinisch, denn in Mainz sorgt eine Brückenbaustelle für enge und potentiell gefährliche Verhältnisse auf dem Rhein.

Nach 24 Kilometern ist Schluss für diesen speziellen Tag: Der zweite von nur drei Medienterminen der «Expedition 2014» ist erfolgreich abgeschlossen. Ein herzliches Dankeschön an die Crew von P&I, die uns grossartig unterstützt und an Jürgen, der uns im Kanu begleitet hat.

140806_Ernst Bromeis mit Ralf Kraft von der Bastion von Schönborn © Das blaue Wunder klein
140806_Ernst Bromeis mit Ralf Kraft von der Bastion von Schönborn © Das blaue Wunder klein
140806_Mainzer Dom und vorne das Rathaus © Das blaue Wunder
140806_Mainzer Dom und vorne das Rathaus © Das blaue Wunder
140806_Mainzer Dom und vorne das Rathaus © Das blaue Wunder
140806_Mainzer Dom und vorne das Rathaus © Das blaue Wunder

Sonntag, 3. August 2014

Unter dem Flügel eines Jumbo-Jets (03.08.2014)

Noch einmal zieht Ernst statt dem Neopren die Laufschuhe an: Von Münchhausen bis Germetsheim sind es auf dem Rhein 37 Kilometer. Schwimmend wäre das dank der guten Strömung in ein paar Stunden zu schaffen. Zu Fuss sind es - wegen der vielen Umwege um Hafenbecken, Rheinauen und Sperrungen wegen Hochwassers ganze 49 Laufkilometer - oder mehr als eine volle Marathondistanz.

Laufend nimmt Ernst diesen vielfältigen Abschnitt des Rhein noch einmal ganz anders wahr: Die Spannweite der Eindrücke reicht von überschwemmten Auenwäldern über schmucke, kleine Dörfer bis zum hoch industrialisierten Gebiet um Karlsruhe mit einer Autofabrik, einem Containerhafen und einer Raffinerie.

Ganz ohne Wasser geht's auch heute nicht: Immer wieder sind Teile der Wege überflotet und kurz vor Germetsheim muss Ernst wieder mehr als knöcheltief Waten. In Germetsheim beim Rhein-Kilometer 484 endet dann aber der Rheinabschnitt mit Hochwsasserstufe 1 und dem Schwimmverbot. Morgen geht's wieder ins Wasser!

A propos Spannweite: Das Team übernachtet in Speyer, gleich neben dem Technik-Museum. Im Freigelände steht auf riesigen Stützen eine alte Boeing 747 der Lufthansa. Schlafen unter dem Flügel eines Jumbo-Jets...

 
140803_Ernst Bromeis Hafen Wörth © Das blaue Wunder - Christian Gartmann
140803_Ernst Bromeis Hafen Wörth © Das blaue Wunder - Christian Gartmann
140803_Bromeis waten © Das blaue Wunder - Christian Gartmann
140803_Bromeis waten © Das blaue Wunder - Christian Gartmann
140803_Speyer Jumbo © Das blaue Wunder - Christian Gartmann
140803_Speyer Jumbo © Das blaue Wunder - Christian Gartmann

Samstag, 2. August 2014

Knietief auf dem Radweg (02.08.2014)

Liebe Freunde vom blauen Wunder und der Expedition 2014

Als ich letzten Montagabend in Iffezheim aus dem Wasser stieg, brüllte ich vor Freude. Ich hatte die letzte von 22 Schleusen erreicht – 170 sehr anstrengende Kilometer gestauter und schwer verbauter Rhein lagen hinter mir. Von nun ab würde der Rhein (mit mir) freier fliessen und mich flott vorwärts bringen.

Als uns die Wasserschutzpolizisten dann darauf hinwiesen, dass nun «Hochwasserstufe 1» herrsche und das Schwimmen ab der Schleuse verboten sei, realisierten wir aber schnell, dass wir nun blockiert sein würden. Ein Ignorieren eines Verbotes kam von Anfang an nicht in Frage. Was wäre ich für ein Vorbild, wenn ich trotz der grossen Gefahren und des für alle geltenden Verbotes trotzdem weiterschwimmen würde?

So richteten wir uns in der nahen Freizeitanlage ein und prüften mehrmals täglich den Pegelstand in Maxau, der für die Regelung des Schwimmverbotes relevant ist. Statt zu sinken, stieg der Pegel aber. Bei «unserer» Schleuse in Iffezheim sogar bis zur «Hochwassermarke 2» ab welcher auch die Schwerlastschiffe nicht mehr verkehren dürfen. Fünf lange Tage vergingen, ohne dass etwas passierte.

Anfangs war ich unruhig und nervös. Erst mit der Zeit – nach vielen Gesprächen in meinem kleinen Team und mit Freunden zuhause – konnte ich akzeptieren, dass Warten nun einmal die einzige Option ist. Auch Abwarten gehört zu einer Expedition. Bis zum Wochenende wollten wir uns Zeit nehmen und hofften, Sonntag oder Montag weiterschwimmen zu können.

Heute Samstag kam dann die Wende – leider auf die negative Seite: Die Pegel sinken mittelfristig nicht, sagt die Prognose. Ich musste mich entscheiden: Zwar hat die «Expedition 2014» keinen festen Etappenplan, aber auch sie kann nicht ewig dauern. Meine Optionen waren also: Abbrechen oder das Hindernis umgehen. Letzteres ist möglich, weil die Hochwasserstrecke «nur» etwa 50 Kilometer misst.

Ich habe mich also entschlossen, das Schwimmverbot im wahrsten Sinne des Wortes zu «umgehen». Heute Nachmittag bin ich zu Fuss von Iffezheim aufgebrochen und morgen Sonntagabend will ich in Germetsheim sein. Dort, wo ich voraussichtlich wieder als Schwimmer in der Rhein darf.

 

Knietief auf dem Radweg.

Als leidenschaftlicher Schwimmer habe ich mir diesen Entscheid nicht leicht gemacht: Schliesslich wollte und will ich so viele von den 1247 Kilometern meiner Expedition wie möglich im Wasser – als Schwimmer – hinter mich bringen. Wo ich nicht schwimmen kann oder darf, bewege ich mich ohne Hilfsmittel, also zu Fuss.

Das Umgehen der Gefahrenstelle ist die einzige Möglichkeit, die Expedition fortzusetzen. Andernfalls wären wir hier bestimmt die ganze Woche, oder sogar noch länger, festgesessen. Ganz ohne Wasser geht es aber auch zu Fuss nicht: Schon auf den ersten Kilometern war mein Weg in der Nähe des Rheindamms knietief überflutet und ich bekam – gelinde gesagt – ganz schön nasse Füsse.

Nächstes Mal hoffe ich, wieder mehr von meiner schwimmenden Expedition berichten zu können. Im Blog auf www.dasblauewunder.ch oder über www.twitter.com/ErnstBromeis erfahrt Ihr täglich das Neueste. Ich freue mich, wenn Ihr unsere Beiträge teilt und weiterleitet!

Herzlich – Euer Ernst Bromeis

 

PS:

Die Medien berichten vielfältig über die Expedition 2014

Die Frankfurter Allgemeine (FAZ) widmete uns am vergangenen Sonntag eine volle Seite

Das Nachrichtenmagazin 10vor10 des Schweizer Fernsehens SRF brachte einen umfangreichen Beitrag.

 

 

 

140802_Rhein-Kilometer 336_Hochwasser © Das blaue Wunder
140802_Rhein-Kilometer 336_Hochwasser © Das blaue Wunder
140802 Knietief © Das blaue Wunder
140802 Knietief © Das blaue Wunder
140802_Iffezheim_Radweg unter Wasser © Das blaue Wunder
140802_Iffezheim_Radweg unter Wasser © Das blaue Wunder

Donnerstag, 31. Juli 2014

Motorschaden und Gletscherfondue (31.07.2014)

Der dritte Tag des Wartens in Iffezheim bringt schlechte Nachrichten: Zwar scheint die Sonne, aber der Wasserstand steigt, statt zu sinken. In Iffezheim erreicht der Pegel fast die Hochwassermarke 2 – aber dieser Höhe müsste sogar die kommerzielle Schifffahrt eingestellt werden. Es ist abzusehen, dass Ernst und sein kleines Team bis Montag blockiert bleiben.

Kapitän Pablo hat dennoch einen aufreibenden Tag: Beim Auswechseln einer Dichtung in einem der Motoren bricht dem Mechaniker ein Metallteil – das Ersatzteil kann erst am Samstag beschafft werden. Der Motor fällt vorläufig aus. Nur gut, dass die Expedition zurzeit ruht.

Am Abend dann ein Highlight: Der gestern angereiste Mediensprecher Christian bringt das legendäre Gletscherfondue aus der Käserei in Pontresina mit. Am Vorabend des Nationalfeiertages gönnt sich die Crew also einen Fondueabend. Bun Appetit!

140731_Fondue Gruppe © Das blaue Wunder - Christian Gartmann klein
140731_Fondue Gruppe © Das blaue Wunder - Christian Gartmann klein
140731_Fondue Pfanne © Das blaue Wunder - Christian Gartmann klein
140731_Fondue Pfanne © Das blaue Wunder - Christian Gartmann klein
140731_Fondue Stilleben © Das blaue Wunder - Christian Gartmann klein
140731_Fondue Stilleben © Das blaue Wunder - Christian Gartmann klein

Mit Leidenschaft und Akribie (31.07.2014)

Ernst Denoth (69) kümmert sich seit Koblenz (AG) um die Logistik des Expeditionsteams. Er fährt den Camper zum Startplatz und von da zu den jeweiligen Zwischenstopps. Dort hält er Verpflegung bereit, damit sich Ernst Bromeis nicht nur ausruhen, sondern auch stärken kann. Eine sehr wichtige Aufgabe kommt im Laufe des Nachmittags: Die Suche nach einem Standplatz für die Nacht.

«Da wir keine Etappenpläne haben, kann man das nicht im Vornherein planen. Ich frage dann jeweils herum und bis jetzt habe ich noch immer etwas Gutes gefunden», erzählt Ernst Denoth von seinen Erfahrungen. An sich könnte die Crew mit dem Camper irgendwo übernachten, aber ein Campingplatz bietet neben Elektrizität und Internet eine sanitäre Infrastruktur und Gastronomie. «Wenn man über Wochen auf engem Raum zusammenlebt ist es schon von Vorteil, wenn man nicht auch noch drei Mahlzeiten und die Morgentoilette im Camper machen muss.»

Das Leben im Camper ist dem pensionierten Journalisten alles andere als fremd: Zusammen mit seiner Frau reist er bis zu zehn Wochen pro Jahr im Camper durch Europa. Eine Routine, von der das Team profitiert: «Ernst führt unseren mobilen Haushalt so leidenschaftlich wie akribisch. Ohne das würde der Betrieb nicht funktionieren,» lobt Ernst Bromeis. 

Ernst Denoth (69) wuchs in Vnà im Unterengadin auf. Er war von 1973 bid 2009 Journalist beim Rätoromanischen Radio und Fernsehen (RTR) und lebt mit seiner Frau in Felsberg bei Chur. Im Winter trifft man den leidenschaftlichen Skifahrer trifft man in allen grösseren Skigebieten des Kantons Graubünden.

140731_Ernst Denoth_klein
140731_Ernst Denoth_klein

Sonntag, 27. Juli 2014

Die letzte Schleuse! (27.07.2014)

Der letzte Tag im gestauten Rhein bringt eine neue Art von unangenehmen Begleitumständen: Die Sonne lockte viele Menschen an den Rhein. Ein Teil davon bringt Jetskis, schnelle Motorboote und Wasserskis mit und rast damit auf dem Rhein herum.

Kapitän Pablo manövriert das Begleitboot so, dass die nicht immer ganz berechenbaren Sportpiloten Ernst nicht zu nahe kommen. Für Ernst im Wasser ist die Situation dennoch sehr unangenehm: Geräusche von Schiffsmotoren sind unter Wasser sehr gut hörbar – der Mensch kann sie aber kaum einschätzen oder gar orten. Ernst schwimmt in ständiger Angst, dass einer der Boliden ihm zu nahe kommt.

Es gibt aber auch die angenehmen Besucher für die Expedition 2014: Zahlreiche Zuschauer auf den Dämmen und auf (langsamen) Booten winken uns zu, fragen nach. Sie hatten wohl alle die FAZ gelesen...

Beflügelt vom Gedanken an die letzte Schleuse bis Hoek van Holland schafft Ernst dennoch über 40 Kilometer bis Iffezheim: 170 sehr anstrengende Kilometer gestauter Rhein liegen hinter Ernst. Die Erleichterung ist gross. Ab jetzt fliesst der Rhein wieder natürlich. Das bringt die Expedition in Schwung, birgt aber auch neue Gefahren. Immer schön konzentriert bleiben... 

Wie es morgen weitergeht ist noch unklar: Hochwasserstufe 1 bedeutet zusätzliche Abklärungen für Kapitän Pablo und Ernst mit den Behörden, die das Team beiderseits des Rheins aber sehr hilfsbereit unterstützen.

140727_Rhein-Kilometer 333 © Das blaue Wunder
140727_Rhein-Kilometer 333 © Das blaue Wunder
140727_Iffezheim © Das blaue Wunder
140727_Iffezheim © Das blaue Wunder

Sonntagslektüre (27.07.2014)

Die Frankfurter Allgemeine (FAZ) widmet Ernst und seiner Expedition 2014 heute eine volle Seite im Sport-Bund.

«Nicht wie Rhein. Ernst Bromeis fordert den Fluss heraus. Eine Grenzerfahrung mit Botschaft.»

Lesenswert.

Sehenswert: Mit Bildern von Dorothée Meddens.

 

140727_FAZ
140727_FAZ

Samstag, 26. Juli 2014

Eine lebensfeindliche Umgebung (26.07.2014)

Der kanalisierte und durch Schleusen gestaute Rhein ist eine unwirtliche, ja geradezu lebensfeindliche Umgebung. Sie gleicht eher einer Industriebrache, denn einem Lebensraum aus Wasser. Grauer Beton und rostiger Stahl verbergen für den Schwimmer die Umgebung. Irgendwo trifft Ernst auf die Hälfte eines Aals.

Schwere Schiffe schleudern ihre Bugwellen an die Dämme. Sie branden ungeordnet zurück und werfen den ganzen Kanal förmlich durcheinander. Schwimmen wie in einem Mixer.

Dennoch taucht gegen Abend die Schleuse Strassburg auf. Ein wichtiger Meilenstein. Was für ein cooles Gefühl! 

140726_Strassbourg 3b © Das blaue Wunder
140726_Strassbourg 3b © Das blaue Wunder
140726_Strassbourg 2b © Das blaue Wunder
140726_Strassbourg 2b © Das blaue Wunder
140726_Strassbourg 1b © Das blaue Wunder
140726_Strassbourg 1b © Das blaue Wunder

Donnerstag, 24. Juli 2014

Die Eiger Nordwand (24.07.2014)

Nach dem Besuch des «10 vor 10» Reporters und einem Ruhetag in Basel startet Ernst vom Dreiländereck Richtung «Grand canal d'Alsace». Das Wasser im gut ausgebauten Wasserweg für die Schwerlastschiffe ist von den Niederschlägen und Hochwassern immer noch so trüb, dass Ernst trotz Schwimmbrille seine Hand nicht vor den Augen sieht.

Gewöhnungsbedürftig ist der Schiffsverkehr. Der «Kies-Ueli», ein flussaufwärts fahrendes, voll beladenes Kies-Schiff kann schon mal einen Meter hohe Wellen vor sich herschieben. Abwärts fahrende Schiffe überholen Ernst und sein kleines Begleitboot, so dass es auf dem breiten Kanal eng werden kann. So kommt es, dass Ernst unmittelbar an der «Eiger Nordwand» schwimmt; ein zweiteiliges Koppelschiff für den Containertransport.

An einer Schleuse dann Besuch von der französischen Gendarmerie. Papiere? Bewilligungen? Was an Papieren fehlt (und es fehlt bekanntlich immer irgend etwas) wird Ernst von den freundlichen Gendarmen ohne grosse Bürokratie ausgestellt: «Bon courage!»

140723_Basel_Interview 10vor10 © Das blaue Wunder - Christian Gartmann.JPG
140723_Basel_Interview 10vor10 © Das blaue Wunder - Christian Gartmann.JPG

Dienstag, 8. Juli 2014

Von der Quelle bis Disentis (07.07.2014)

Nach Monaten der Vorbereitung ging es am Montag endlich los: Gemeinsam mit Freunden legte Ernst Bromeis das erste Teilstück seiner «Expedition 2014» zurück. Vom Lago di Dentro im Val Cadlima ging es zuerst im strömenden Regen an den Lago di Santa Maria am Lukmanierpass.

Bei einer Medienorientierung stellte er die «Expedition 2014» der Öffentlichkeit vor und durchschwamm anschliessend den Lago di Santa Maria. Danach wurde er vom Bergführer Peter Gujan über die mehr als 70 Meter hohe Staumauer abgeseilt. Die Strecke bis Disentis entlang dem Flusslauf des Rein da Medel zu Fuss zurück.

Nichts für schwache Nerven: Peter Gujan (in der gelben Jacke) seilt Ernst Bromeis über die 75 Meter hohe Staumauer des Lago di Santa Maria ab.
Nichts für schwache Nerven: Peter Gujan (in der gelben Jacke) seilt Ernst Bromeis über die 75 Meter hohe Staumauer des Lago di Santa Maria ab.
Bereitmachen am Lago di Santa Maria: Auf Ernst Bromeis warten über zwei Kilometer bei 8 Grad Wassertemperatur.
Bereitmachen am Lago di Santa Maria: Auf Ernst Bromeis warten über zwei Kilometer bei 8 Grad Wassertemperatur.
Medienkonferenz auf dem Lukmanierpass: Ernst Bromeis (rechts) mit Mediensprecher Christian Gartmann
Medienkonferenz auf dem Lukmanierpass: Ernst Bromeis (rechts) mit Mediensprecher Christian Gartmann